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"Best Of" stimmt zur Hälfte: Hier finden sich nur Highlights aus den Scheiben, die Sizzla für VP Records aufgenommen hat, die Veröffentlichungen für Greensleeves bleiben unberücksichtigt. Trotzdem ist die Doppel-CD voll mit Sizzla-Highlights wie "No White God", "Like Mountain" oder "To The Point" -- ideal für den Einstieg.
--Hanno Güntsch
Rezension
Sizzla ist einer der jamaikanischen Künstler, deren Output kaum noch zu überblicken ist. Overkill. Und in jedem Jahr kommen noch mindestens zwei komplette Alben und zig Singles dazu. Dabei um so erstaunlicher, dass mindestens 90% all seiner Tunes auf einem sehr hohen Level stehen. Keine leichte Aufgabe, 30 Songs für eine Best-of-Collection auszuwählen. Neben Capleton und Anthony B. ist er der große Ankläger des "Babylonian Systems' und fordert die Repatriierung der Äthiopier, prangert die Lebensumstände der Jugendlichen in den Ghettos an. Allerdings hat er vor kurzem auch die Slackness-Lyrics für sich entdeckt, was in der Szene für einige Verwirrung sorgte. Umstritten auch seine Songs, in denen er zum Kampf gegen die Weißen aufruft. Zu diesen Tracks gehört auch der Opener "No White God' auf einem alten Marley-Riddim. Auf der Doppel-CD sind Klassiker wie "Praise Ye Jah', "Like Mountain' und "Black Woman And Child'. Doch auch neuere Tunes wie "Get To The Point' oder "Taking Over' werden in Zukunft den Status eines Evergreens haben. Eine erstklassige Collection mit 30 Juwelen des Singjays, der in diesem Sommer zwar wieder einige Konzerte, aber wahrscheinlich keine Interviews in Deutschland geben wird. Gegenwelten still alive.
Ralf Weihrauch / Intro - Musik & so
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