"The Story of Martha" war eines der wenigen DW-Bücher, die sich noch nicht in meiner Sammlung befanden. Weil ich selbst schon daran dachte, die in der Serie fehlende Zeit in einer Fanfiction darzustellen und der Inhalt dadurch umso interessanter klang, wollte ich es unbedingt lesen.
Zum Inhalt:
"Walk the earth. Spread the word."
Dieses Zitat fasst es ziemlich gut zusammen. Denn darum geht es in diesem Buch.
Ausschnittsweise wird Marthas Reise beschrieben, nicht jede Örtlichkeit wird im Detail dargestellt, aber es gibt einige Punkte, denen mehr als nur ein paar Seiten gewidmet werden. So erfährt man zum Beispiel, warum Martha die Einzige war, die Japan lebend verlassen hat.
Man bekommt einige der Geschichten zu hören, die Martha den Menschen erzählt, und lernt auch die Zuhörer kennen. Besonders interessant ist dabei die Entwicklung von Marthas "Beziehung" zu ihrem ganz persönlichen Verfolger, der ihr von England nach Frankreich bis nach Japan hinterherreist, um sie im Auftrag des Masters zu fangen.
Obwohl klar ist, wie die Geschichte ausgeht, kommt die Spannung nicht zu kurz.
Sehr vereinzelte Szenen mit dem Master (und auch dem Doctor) sind ebenso vertreten wie nette Begegnungen mit den "Untergrundlern" auf der ganzen Welt.
Zur Form:
Das Buch ist schnell lesbar, perfekte Englischkenntnisse sind nicht unbedingt notwendig. Wenige Worte könnte man nachschlagen, muss man aber nicht. Sätze ergeben im Gesamtzusammenhang schnell Sinn und die Kapitel sind übersichtlich und nicht zu lang.
Allgemein gesagt schlägt das Buch einen Bogen. Es beginnt mit Marthas Ankunft an einem Strand und ihrem Treffen mit Tom Milligan und endet dort.
Fazit:
Als Whovian wurde ich von diesem Buch nicht enttäuscht. Es ist kurzweilig, man wird regelrecht von einem Kapitel zum nächsten gezogen und besonders die Erzählungen von Martha lesen sich sehr bildreich.
Die Folge wurde in der Serie sehr dramatisch dargestellt und Dan Abnett schafft es, diese Atmosphäre in das Buch zu übertragen. Seine Schreibweise sorgt dafür, dass man auch in der Tram einen kurzen Blick riskieren kann und später immer noch weiß, worum es gerade ging.
Der Preis ist mit 8,99 Euro gerechtfertigt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, auf billigere Angebote zurückzugreifen.
Alles in allem also ein sehr gutes Buch, das einen Ehrenplatz in meiner Sammlung erhält!