Little Jackie (benannt nach Lisa Lisa & Cult Jam''s 1989 Single "'Little Jackie Wants To Be a Star") sind Sängerin Imani Coppola und Programmierer Adam Pallin, die mit "The Stoop" ein sehr solides RnB/Funk-Album abgeliefert haben, dessen Songs durch Coppola's eigenwillige Art zu sing-sprechen bis zu zart-rauchigem Swingen das Gesicht der Lieder bildet. Produziert ist das ganze im klassischen Funk/RnB-Dress, mit oft fetten Streichern und Bläsersätzen und dem obligatorischen stabilen Drum- und Bassfundament. Was wohl auch eines der wenigen Mankos ist. Denn obwohl die Songs jeder für sich gut produziert ist, klingen leider viele Lieder gleich.
Mittlerweile bin ich aber mit dem Album sehr im Reinen, denn die Instrumentierung ist tatsächlich nur Mittel zum Zweck, wenn man sich den Text zu "28 butts" (Party-Abschuss mit Folgen), "Liked you better before" (Feststellung, dass der Kerl, den man sich angelacht hat, nach längerer Betrachtung doch nicht das Gelbe vom Ei ist), "LOL" (SMS-Versand an die falsche Person mit Folgen), "Cryin' for the queen" (Abrechnung mit einer sehr guten verbalen Retourkutsche "Heb dir dein Geflenne für den Tag auf, wenn die Queen das Zeitliche segnet"), die Single "The world should revolve around me" und und und, reinzieht. Die machen nämlich mehr als Spaß! Unterm Strich, wenn man sich diese rhetorischen Textperlen anschaut, dann versöhnt das wieder was die manchmal musikalische fehlende Vielfalt angeht. Für Fans von Brand New Heavies und Lily Allen (zu "Smile"- und "LDN"-Zeiten).
Gute Laune macht der funky Style der Band alle Mal. Alle Daumen hoch für Imanis Charisma!
Anspieltipps:
- The world should revolve around me
- Liked you better before
- Black Barbie
- The Kitchen