Mit dieser Platte strampelte sich die ehemalige "Nina Hagen Band" von ihrer Frontfrau frei und veröffentlichte eine Art Rockrevue in englischer Sprache, die den internationalen Vergleich (z.B. mit den Tubes) nicht zu scheuen brauchte. Das "Fachblatt" bezeichnete Spliff als "Europas professionellste Band". Hört man dieses Album, erkennt man, dass diese Aussage nicht übertrieben ist. Die Musiker Reinhold Heil, Herwig Mitteregger, Manne Praeker und Potsch Potschka spielen dermaßen frisch und mit Power, und dabei gleichzeitig unheimlich virtuos und auf den Punkt, dass man ihnen auch heute noch gerne zuhört. Den Gesang übernehmen Gäste wie Alf Klimek und Rick Delisle (DJ). Sehr originell sind die Jingles - spätestens hier zeigte sich, dass die Jungs wirklich ALLES spielen konnten: Reggae, Jazz, Funk, Rock etc. Dieses scheinbare "Konzept der Konzeptlosigkeit" ist ihnen manchmal auch zum Vorwurf gemacht worden - aber sollte man den Jungs vorwerfen, dass sie so gut sind, dass sie wirklich ALLE Stile beherrschen? Ich denke: Nein! Immerhin geht es inhaltlich um die zynische Abrechnung mit den Mechanismen der Plattenindustrie (die die Jungs nach Ninas Ausscheiden beinahe fallen gelassen hätte). Somit ist dieses Album heute aktueller denn je. Für Freunde anspruchsvoller und gleichzeitig tierisch losgehender Rockmusik ein absolut Muss!