Ich habe mir den 'The Spirit' geholt, weil mich Frank Miller mit Sin City eigentlich überzeugt hatte und weil ich in einer Datenbank etwas von einem Wendecover gelesen habe. Schlimm genug, auf solche Informationen heute angewiesen sein, fiel ich damit dann auch auf die Nase. Der für mich völlig unbekannte Gabriel Macht agierte als Superheld einfach zu flach. Sein Gegenspieler hieß Octopus und wurde von Samuel L. Jackson gegeben, der seine alte Form längst verloren hat und heute in jedem dritten Film mitspielt. Lediglich Eva Mendes und Scarlett Johansson wussten zu überzeugen. Der Film kam, wie einst Sin City optisch als Film Noir daher, aber das war auch schon alles, was er mit dem sehr unterhaltenden Sin City gemein hatte. Die Dialoge waren hohl, gekünstelt und flach. Flach wie die ganze Story über den unsterblichen und kindlich maskierten Spirit, den Rächer von Central City. Die Comics von 'The Sprit' kenne ich nicht und der Film hat nicht dazu beigetragen, daran etwas zu ändern. Christoper Nolan hat gezeigt, wie man Comics unterhaltend verfilmt, aber das muss Frank Miller entgangen sein. Um die Handlung von 'The Sprit' doch etwas zu beleben, wurde da sehr heftig die griechische Mythologie bemüht. Von den Argonauten bis Herakles wurde jedes bekannte Stichwort aus dieser Materie dort untergebracht, ohne die Handlung wirklich zu beleben. Das Wenige was da passiert, kommt auf der Blu ray optisch natürlich sehr ansprechend daher und der Ton überzeugt mit einem fetten Dolby TrueHD, aber da endete auch schon meine Freude. Meine Wertung bewegt sich entsprechend bei dürren 5/10, aber die eben nur für Stil, Optik und Sound. Für Menschen, die schräge Filme mögen ist 'The Spirit' sogar ein Tipp und ich werde vor dem nächsten Kauf mehr Kritiken lesen müssen!