Das Jahr 1979: Mit dem Punk und dem aufkommenden New Wave wurden plötzlich auch andere, ungewöhnliche Bands in das musikalische Bewußtsein gespült. Ska - eigentlich der Vorläufer des Reagge - schien in Europa Niemanden (mehr) zu interessieren. Fast niemanden, denn in der schwarzen - oft jamaikanisch-stämmigen - Bevölkerungsgruppe in England war er nicht tot zu kriegen. Aber er brauchte eine Frischzellenkur: Den Punk.
Die Specials waren die ersten, Madness die erfolgreichsten, The Selecter oder The Beat weitere Vertreter, dieser so genannten zweiten Ska-Welle. Vor allem bei den Specials verband sich die Rhythmus des Ska ("A message to you Rudy" oder "Too much too young") mit der Rotzigkeit und dem Tempo des Punk ("Concrete jungle", "New era" oder "Nite klub").
Aber die Band aus dem nordenglischen Coventry war - ähnlich wie Selecter oder The Beat - auch ein Zeichen gegen die Rassenunruhen, die zu der Zeit in England zwischen Schwarzen und Weißen tobten. Hier spielten Schwarze und Weiße zusammen einen energetisch geladenen Musikmix aus dem schwarzen Ska und dem weißen Punk.
Schon die Single "Ghosttown" und die zweite LP "More Specials" entfernten sich musikalisch vom Ska, waren anderes, nicht schlechter, aber auch nicht besser. Mit ihrem ersten Album setzten die Specials Maßstäbe im Ska.