Von einem Künstler wie Graig Armstrong hätte ich mehr erwartet. Stattdessen hört man ein vor sich hin waberndes Studioorchester, das einfach nur x-mal gehörte Filmmusikzitate herunterspielt: ein paar dezent dramatische Harmoniefolgen, wenig originelle Stimmführungen, profane Melodien, gemischt mit ein paar Trip Hop Klischees (gepitchte Beats, LoFi-Effekte etc.). Mit dem 2. Track "This Love" erinnert Armstrong dann schließlich noch an seine Massive-Attack-Zeiten. Also auch nichts überraschendes. Alles klingt recht nett. Aber "nett" ist für einen Künstler dieses Formats eigentlich zu wenig.
Wer sich intensiver mit klassischer Musik und Filmmusik auseinandersetzt, wer auch gerne mal avantgardistisches hört, oder wer auf der Suche nach musikalischen Überraschungen ist, wird dieses Album schnell in das Fach für Trivial- Hintergrund und Entspannungsmusik stellen oder erst gar nicht kaufen (für mich leider zu spät).