Wer das erste Instrumentalalbum von Astor mag, wird vom zweiten nicht enttäuscht werden. Willy Astor ist zwar sicher kein Gitarrengott, aber er hat wieder wundervolle Perlen komponiert, in denen er stilsicher Bossa Nova, Ragtime, Bayrischer Volksmusik, jiddischer Musik bis hin zu New-Age seine Reverenz erweist. War sein erstes Album noch geprägt von recht fest durchkomponierten Stücken, lässt er seiner Musik (und seinen wunderbar spielenden Kollegen Azhar Kamal und Kiko Pedrozzo) diesmal viel mehr Freiraum. Natürlich darf auch Reinhold Hoffmann nicht fehlen, dessen Oboe wieder mitten ins Herz trifft. Astors Gespür für schöne, abwechslungsreiche und in sich stimmige Stücke ist bewundernswert.