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Diese Debüt-CD ist auf jeden Fall mehr als eine Kuriosität. Stone und ihr Produktionsteam, dem auch Betty Wright angehört, haben vernünftigerweise einen Bogen um Klassiker gemacht, die untrennbar mit den Größen des Genres verbunden sind, und sich für weniger bekannte Titel von Künstlern wie Laura Lee, Joe Simon und Soul Brothers Six entschieden. Außerdem haben sie zusammen mit dem Gastproduzenten ?uestlove von The Roots "Fell In Love With A Girl" umgearbeitet (und in "Fell In Love With A Boy" umbenannt), einen Song von den White Stripes mit einem großartigen Text, der für eine soulige Interpretation wie geschaffen ist.
Gelegentlich hat man den Eindruck, Joss Stone sei dem Material nicht ganz gewachsen; ihre Version von "Some Kind Of Wonderful" wirkt zum Beispiel lau; aber wenn Stone einmal über mehr Nuancen im Ausdruck verfügt, wird ihr Gesang davon profitieren. Doch insgesamt besticht The Soul Sessions nicht nur durch konsequent guten Geschmack, sondern auch durch ein gewisses Etwas, das den Funken überspringen lässt. --Rickey Wright
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Einerseits geschieht dies wahrhaft gefühlvoll und überzeugend durch Stone's bisweilen bombastische "Röhre", die keinen Vergleich mit denjenigen ihrer weitaus älteren und oftmals beleibteren afroamerikanischen Vorbildern zu scheuen braucht. Andererseits bekommt man gegenüber den vorherrschenden Charttrends keine synthetisch erzeugten Geräusche zu hören, sondern ehrliche, handgemachte Töne von hervorragenden Sessionsmusikern, die sich richtiger Musikinstrumente bedienen. Diesbezüglich sind besonders die sauberen E-Gitarrensoli bei "Super duper love (are you diggin'on me?)", die groovenden Riffs bei "Fell in love with a boy" und das getragene Piano-Intro bei "Victim of a foolish heart" zu nennen. In einigen Songs, wie "Some kind of wonderful" erklingen zusätzlich noch satte Hammond-Harmonien. Manchmal kommt, wie bei der sich langsam steigernden Ballade "I've fallen in love with you'" ein Backgroundchorus, der "alten Hasen" Angie Stone und Betty Wright hinzu. Joss Stone's Timbre, vor allem ihre beeindruckende Darbietung von "Dirty man", die bluesig-repetitiv gesungenen Passagen, sowie weitere Anklänge an das "Zeitalter der Hippies" (Videoclip "Super duper love" ist Flowerpower!) können durchaus Assoziationen zu Janis Joplin erwecken....
.....oder Parallelen zu Andrew Strong, der als 16-jähriger Bluessänger im Musikfilm "The Commitments" (IRL/GB 1991) für Furore sorgte, erkennen lassen. (Leider verschwand der junge Ire, dessen stimmliches Potential jenes von Joe Cocker oder Van Morrison erreichte, wenn nicht sogar übertraf, nach Erhalt des Brit Awards 1992 wieder in der Versenkung.)
Mit "Soul Sessions" ist ein Generationen übergreifendes Werk gelungen, das einem breiten Hörerspektrum vom nostalgischen "Woodstock-Opa" bis hin zum Teenager, der von musikalischer Kommerzkost genug hat, gleichermaßen empfohlen werden kann. Die Debut-CD, auf der Miss Stone mit ihren ureignen Versionen von 10 Klassikern (Klasse statt Masse) aufwartet, ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten und lässt das für September 2004 avisierte zweite Album ("Mind, Body & Soul") mit Ungeduld erwarten........
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