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Kundenrezensionen

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am 5. Dezember 2015
"The Son" war mein erster Roman von Philipp Meyer - und sicher mein letzter. Ja, das Buch hat große literarische Qualitäten, aber hat es mich mitgerissen? Bin ich den Figuren gerne gefolgt? Leider nicht oft genug. Beim Hörbuch muss man jedes Wort hören; hier bin ich manchmal nur widerwillig in manche Passagen eingetaucht. Von den drei parallel erzählten Lebensgeschichten (Urgroßvater Eli, Großvater Peter und Enkelin Jeannie) hat mich erst die Geschichte von Elis Jahren bei den Indianern mitgerissen, und Jeannies Kindheit und Jugend fand ich auch okay. Mit Elis Rückkehr in die Zivilisation war auch hier die Faszination für mich vorbei, und als Jeannie Hank kennenlernt und erst mal ihr Hirn abgibt, passierte mir hier dasselbe. Mit Sohn Peter konnte ich mich erst auf den allerletzten Seiten anfreunden; sein depressives, dauerpassives Gejammer mag zwar literarisch toll sein, hat mich aber angeödet. Die Figuren haben mir es daher schwer gemacht, Leidenschaft fürs Lesen/Zuhören zu entwickeln. Auch die Handlung: Ja, es wird ganz viel ganz ungerecht und hinterrücks getötet, gefoltert und gemordet; Indianer schlachten Weiße ab, Weiße schlachten Indianer ab, Texaner schlachten Mexikaner ab, und danach werden die Texaner die großen Ölbarone und spiegeln sich neureich in James Deans "Giganten" wider. Alles von großer Tiefgründigkeit, Sozialkritik und historischer Reflexion, aber mitgerissen hat's mich nicht genug. Fazit: 2-3 Sterne, abgerundet auf 2.
PS: Das englischsprachige Hörbuch ist exzellent gelesen.
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am 16. September 2014
Als ich durch eine Buchvorstellung auf den zweiten Roman von Philipp Meyer "The Son" aufmerksam gemacht wurde, musste ich sofort an Cormac McCarthy`s "Blood Meridian" denken (wie viele andere auch). Und in der Tat gibt es Parallelen, wobei jedoch "Blood Meridian" amerikanische Geschichte im Querschnitt durch die Zeit um die Mitte des 19ten Jahrhunderts erzählt. "The Son" hingegen hat seinen Anfang in dieser Zeit und gibt einen Längsschnitt durch amerikanische Geschichte bis ins Jahr 2012.

Erzählt wird die Geschichte der Gründung und des Aufstiegs der Dynastie der McCulloughs von Viehzüchtern zu Ölbaronen, mit all den Irrungen und Wirrungen der Geschichte, sowie persönlicher Schuld, familiärer Spannungen und Verwerfungen, Intrigen, Gier, Gewalt, Liebe, Tod, Schicksal, Verstrickung und all das eingebettet in 150 Jahre US-amerikanischer (texanischer) Geschichte. Meyer erzählt die Geschichte dabei aus der Perspektive der einzelnen wichtigsten Familienmitglieder, wobei er jedoch nicht chronologisch vorgeht, sondern Zeitsprünge vornimmt, die uns gleichsam die Zukunft schon vorausahnen lassen.

Mit der Geschichte der McCulloughs transportiert Meyer jedoch sehr viel mehr als nur teils phänomenale und beeindruckende Episoden aus dem Leben der Familienmitglieder, er erzählt exemplarisch die Gründungsgeschichte der USA, ohne jeden Pathos und Patriotismus, sondern so, wie es wohl war (und auch in "Blood Meridian" grandios geschildert ist): eine einzige blutige Abfolge von Brutalität, Mord, Habgier, Diebstahl im großen Stil, Lüge und Betrug, die keinen unschuldig lässt, im Gegenteil: alle sind Opfer und Täter gleichermaßen, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten. Auf den letzten Seiten ist dies auf die griffige Formel gebracht: "He was no better. His people had stolen the land from the Indians (...) And the Indians (...) had themselves stolen it from other Indians."

Die Familiengeschichte beginnt mit dem Begründer der Dynastie - Colonel Eli McCullough - im Jahr 1848 und endet im Jahr 2012, und erzählt von den ganz frühen Tagen der USA, mit teilweise atemberaubenden Geschichten aus der Zeit der Komantschen, den Rinderzüchtern bis zu den Ölmagnaten von heute. Die Episoden aus Elis Zeit bei den Komantschen zählen m.E. zu den absoluten Höhepunkten des Romans.

Durchwegs grandiose Naturbeschreibungen und -erlebnisse "...there were deer, turkey, bear, squirrel, the occasional buffalo, turtles and fish from the river, ducks, plums and mustang grapes, bee trees and persimmons - the country was rich with life the way it is rotten with people today. The only problem was keeping your scalp attached.", gepaart mit authentisch erscheinenden (und grausamen) Schilderungen des indianischen Lebens zu der Zeit... "In the morning, just after breakfast, they cut off his hands and feet because the nerves were all dead, and when the screaming began to abate, they moved the fire under the stumps where the nerves were still fresh. (...) Toshaway told me this had once been a regular event, but over the years, as they began to raid farther and farther away from the camp, the risk of bringing back a full-grown male prisoner just to torture had not been worth it."

Ebenso beeindruckend ist die Geschichte des Sohns Peter, der als erster beginnt Rechnungen bezahlen zu müssen und (Familien-) Geschichte zu begreifen... "This family must not be allowed to continue" und am Erbe des Vaters verzweifelt "... each of us walks in his own fire of his own sins, lies down in his own torment...".

Die Geschichte verliert etwas an der fesselnden Spannung der frühen Episoden, je mehr wir uns ins Amerika von heute bewegen, dennoch ein durch und durch lesenswerter und erstklassig erzählter Roman von - wie es scheint - einem neuen Erzähler von Weltrang aus den USA. Und mit 4,5 Sternen hat Philipp Meyer mit "The Son" fast die volle Punktzahl erreicht.
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am 2. Dezember 2014
Diese Familiensaga ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Es steht beispielhaft für die geschichte der Entstehung der USA. Starker tobak, teilweise super-hart und verstörend. Aber immer faszinierend und spannend. große Kunst!
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Der Zugang einer Biographie zum wahren Leben ist oft verschlungen. Es muss nicht das eigene, unmittelbare Erlebnis sein, das das Tor zur Erkenntnis öffnet. Manchmal, für die Feinfühligen, reicht auch nur die Aura, um das Wesen des Seins zu begreifen. Wenn es sich bei dem Begreifenden um eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller handelt, so ist das in unseren Tagen ein Glücksfall. Die amerikanische Literatur scheint mit Philip Meyer einen weiteren solchen Glücksall zu haben. Sein Debütroman American Rust, der den Niedergang und die Tristesse der einstigen Kohle- und Stahlhochburg Pittsburg PA im Leben von Jugendlichen materialisierte, schöpfte Meyer wohl aus den Erfahrungen, die er als Jugendlicher selbst in Baltimore, einer Stadt mit einem ähnlichen Schicksal, sammelte. Nun, mit seinem zweiten Roman, The Son, verbindet den ehemaligen Derivatenhändler ein Stipendiatenaufenthalt an einer Literaturschule in Austin, Texas. Die heutige, moderne und attraktive texanische Metropole hat ihn inspiriert, in die dortige soziale DNA zu blicken.

The Son ist ein für heutige Zeiten grandioser Roman. Grandios deshalb, weil er die Geschichte einer Familie miteinander korrespondierend über drei Jahrhunderte erzählt. Im Wesentlichen sind es drei Personen, die abwechselnd und fortschreitend ihre Erlebnisse, Gedanken und tragischen Erkenntnisse erzählen. Dabei zeichnet sich ein Bild der texanischen Gesellschaft, wie es in dieser profunden Art noch nicht gezeichnet wurde. Die Figuren, die die Geschichte dominieren, sind nicht durchweg sympathisch, aber sie sind verständlich. Ihre Motivlage ist deutlich und transparent und ihre Handlungen folgerichtig, auch wenn sie zum Teil in ihrer Konsequenz ins Desaster führen.

Da ist zum einen Eli McCullogh, der bei einem Überfall auf die eigene Farm 1849 von den Comanchen entführt und aufgezogen wurde, J.A. Jeannie McCullogh, der letzten Patriarchin eines Öl- und Finanzimperiums, die von der Jetztzeit, dem Ende her in der Stunde ihres Todes das Leben betrachtet und die Tagebücher des Peter McCullogh, die 1915 beginnen und an der Nahtstelle zwischen dem Rinder- und dem Ölimperium sowie des Wandels der USA von der Kontinental- zur Weltmacht entstehen. Die drei Perspektiven für sich sind bereits eine tiefe Bereicherung. Eli McCulloghs Erlebnisse schildern die große Naturverbundenheit, die zivilisatorische Unschuld und damit verbundene Barbarei der amerikanischen Ureinwohner mit ungeheurer Detailkenntnis und Sympathie. Jeannie McCulloghs Betrachtungen sind ein Lehrstück über eine erfolgreiche, mächtige Frau, die nahezu archaisch patriarchalisch erzogen wurde und radikal mit ihren Rollenerwartungen brechen musste, um ihrem Schicksal gerecht und trotzdem unglücklich zu werden. Und Peter McCulloghs Tagebücher gewähren den Einblick in einen Zweifelnden innerhalb eines skrupellosen Machtgefüges, dem klar wird, dass er von innen heraus nichts ändern kann und der mit der Familie brechen muss, um der tödlichen Logik zu entkommen.

In ihrer Kombination sind die drei Perspektiven eine Vivisektion des Staates Texas, der bis heute die über drei Jahrhunderte geschilderten Lebenswelten zumindest in Ansätzen noch in sich vereint. Das Archaische, die patriarchalische, muskulöse Männergesellschaft und die global agierende, mit Formen sozialer Dekadenz kämpfende Öl- und Finanzindustrie. Philip Meyer ist mit diesem Roman etwas gelungen, das kaum noch gelingen mag in einer Zeit, in der die kurze Zeichnung das zu sein scheint, was das Gros der Leserschaft noch bereit ist zu akzeptieren und in der die schreibende Zunft den Atem verloren hat, die großen Geschichten bis zu Ende zu erzählen. Meyer hat dies getan, und das gar nicht so Überraschende ist die Vielschichtigkeit, die sich hinter der menschlichen Geschichte verbirgt. Ober, wie es Jeannie McCullogh einmal lapidar formuliert, es bedurfte keines Hitlers, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Flüsse der Geschichte voller Blut sind.
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am 18. Juli 2014
Wer gerne Familiensagas liest, kommt hier voll auf seine Rechnung. Texas von 1846 bis 2012. ist auch interessant aus geschichtlicher Sicht. Ich konnte das Buch in meinen Ferien jedenfalls nicht mehr weglegen
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am 21. September 2014
I've never read anything by P. Meyer, but this book is a real stunner. I guess, I've learned something about American history now, and why movements like "Carry open" are determined historically.
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am 17. September 2015
"The Son" ist ein großartiges, gewaltiges und grausames Buch. Es zeichnet, wie es meines Wissens bisher nur Steimbecks "TheGrapes of Wrath" für die 30er Jahre des 20. Jhds getan hat, einen Abschnitt der amerikanischen Geschichte so nach, dass er für die Leser lehrreich und (nach)erlebbar wird und das ihnh so beeindruckt und berührt, dass er anfängt über die Grundlagen seiner eigenen Existenz nachzudenken. In diesem Roman handelt es sich um drei Querschnitte durch die Geschichte des Territoriums, später Staats, Texas, die anhand von drei Personen aus drei Generationen einer Familie erzählt wird. Diese drei Querschnitte liegen an neuralgischen Punkten der Geschichte des Westens und der USA: der erste umfasst die Jahre 1850 - 70 und berichtet von den sogenannte "Indian Wars", wie die Geschichte der Vernichtung der Indianer bis heute beschönigend genannt wird und damiti einhergehend die Gründung des Staates auf Landraub und Gewalt. Der Autor bedient sich hier sehr geschickt eines erzählerischen Kunstgriffs: diese Episode lässt er durch den das älteste Mitglied der Familie, Eli Mc Cullough, erzählen, der als Kind von Komantschen geraubt und als Mitglied ihres Stammes erzogen wird und als Indianer lebt. Als Erwachsener kann er entkommen, wechselt die Seiten und gründet die Dynastie deren Schicksal hier erzählt wird. Dieser Kunstgriff erlaubt es Meyer, die Entstehung dieses Staates von beiden Seiten zu beleuchten, ohne auf einseitige Darstellung oder Schuldzuweisung zu verfallen.
Der zweite Querschnitt, in Form von Tagebucheintragungen des Enkels Peter, beleuchtet vorwiegend die Zeit des ersten Weltkriegs und seiner Folgen, für Texas vor allem der sprunghafte Übergang vom Viehzucht- zum Ölstaat. Hier springt vor allem die massiv einsetzende Naturzerstörung durch den Ölboom ins Auge, zusammen mit den Verheerungen, die dieser, zusamen mit dem sagenhaften Reichtum der wenigen im Verein mit der Armut der vielen in den Seelen der Menschen anrichtet.
Der dritte Querschnitt beleuchtet die Lebensgeschichte seiner Großnichte Jeanne Anne etwa von der Zeit des zweiten Weltkriegs an bis in die Gegenwart und zeigt die Verwerfungen, ökonomischer, politischer gesellschaftlicher und moralischer Art auf, denen nicht nur die Amerikaner der Jetztzeit ausgesetzt sind.
Dieses ganze Panorama ist eingebettet in eine durch und durch glaubwürdige, und was die historischen Hintergründe angeht, sehr gut recherchierte Familiensaga. Wohltuend ist, dass Meyer vollkommen darauf verzichtet den Leser rühren zu wollen. Sein Blick ist wie sein Erzählstil nüchtern und sachlich. Auch wer glaubte sich in der amerikanischen Geschichte auszukennen, kann hier viel lernen und -- wichtiger noch: für Leben mitnehmen.
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am 3. November 2013
I'd read that Meyer was a great novelist,so l had high expectations for The Son.lt certainly didn't disappoint.l loved the descriptions of Indian life and found the three narrators fascinating and entirely believable.Most of all,Meyer doesn't shroud his main themes but allows the reader to examine,consider and explore them in a deeply personal way.
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am 24. Januar 2015
Interessante Charakterstudien erzählt über drei Generationen. Habe selten so unterhaltsam und intelligent geschrieben über das Leben der Commanchen im Südwesten der USA gelesen
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am 19. September 2014
Spannend, guter Aufbau (Wechsel zwischen Vergangenheit/Neuzeit), informativ, durchaus auch kritische Töne gegen texanischen Rassismus und Grössenwahn, bereue den Kauf nicht !
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