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The Soft Parade
 
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The Soft Parade [Original Recording Remastered]

The Doors Audio CD
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (23. März 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Original Recording Remastered
  • Label: Rhino (Warner)
  • ASIN: B000MG1ZFQ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.717 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Tell All The People
2. Touch Me
3. Shaman's Blues
4. Do It
5. Easy Ride
6. Wild Child
7. Runnin' Blue
8. Wishful Sinful
9. The Soft Parade
10. Who Scared You (Bonus)
11. Whiskey, Mystics And Men (Version 1) (Bonus)
12. Whiskey, Mystics And Men (Version 2) (Bonus)
13. Push Push (Bonus)
14. Touch Me (Dialogue) (Bonus)
15. Touch Me (Take 3) (Bonus)

Produktbeschreibungen

THE SOFT PARADE 40TH ANNIVERS

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
After the Staub 1. Mai 2008
Von guitar TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Grundsätzlich: Man kann die Entscheidung, die Doors-Alben in neuen Abmischungen herauszubringen, kommerziell interpretieren oder auch als Schändung der Originale auffassen. Man kann, wenn man will. Ich will nicht.

Ohne Hi-Fi-Spezialist zu sein - ich besitze auch nur zwei Ohren, ein Herz und eine ganz normale Stereoanlage - stelle ich einmal fest: Der Sound der neuen Fassungen ist wesentlich besser. Man hat das Gefühl, jemand hätte eine Staubschicht von der Musik geblasen oder ein Tuch weggezogen, das drüberlag, oder man hätte frisch vom HNO-Arzt durchgekärcherte Gehörgänge.

Vom Sound zum Inhaltlichen: Die neuen Abmischungen vergrößern für mich die Lieder nicht, aber schon gar nicht verkleinern sie diese. Auch ihr Charakter verändert sich nicht. Die neu hinzugefügten Spuren machen die Musik ein wenig rauer, weniger gepflegt, wenn man will auch ehrlicher, näher, direkter. Ich halte das für legitim: Die Musik der Doors ist längst historisch, Ausgrabungen im Bandmaterial haben daher auch archäologischen Wert, sie zeigen weitere Schattierungen im Werk und gleichzeitig erzählen sie auch etwas über den Arbeitsprozess selbst (siehe die verschiedenen Fassungen von "Whiskey, Mystics And Men").

Am "korrektesten" wäre es gewesen, die bekannte und die neue Variante als Doppel-CD gemeinsam zur Diskussion zu stellen (wie das z. b. Deep Purple gemacht haben), aber wie hätte dann der Preis ausgeschaut ...?

Zum Album selbst: Es ist das am meisten umstrittene der Doors, viele Fans argumentieren, die Klangexperimente mit Bläsern und Streichern hätten die Songs ruiniert. Ich sehe das nicht: Ein guter Song wird durch Sounderweiterungen nicht schlechter, ein schlechter nicht besser. "Touch Me" ist mit oder ohne Getröte (nachzuhören auf den Livemitschnitten) ein typischer, sofort ins Ohr hüpfender Robbie-Krieger-Hit. "Tell All The People" hat ebenfalls diesen Charme, wirkt aber im Vergleich farbenärmer, dünner, durchsichtiger. Und das klänge auch nicht anders, würde man die Orchestrierungen eliminieren.

Fazit: Das ist ein Album mit klassischen, anschmeichelnden Krieger-Melodien ("Wishful, Sinful"), klassischem, metaphorisch wuchernden, musikalisch simpel-kraftstrotzenden, aufbegehrenden Morrison-Blues ("Wild Child", "Shaman's Blues"), drolligen ("Runnin' Blue"), interessanten ("Easy Ride") und eher sinnlosen ("Do It") Experimenten und einem breit wuchernden Großes-Kino-Track ("The Soft Parade") in dem, textlich wie musikalisch, im Prinzip alle Themen der Doors vorkommen.

Das kann man, wenn man's zusammenzählt, schlecht finden. Ich finde das nicht. Und: Man muss jedem Künstler zugestehen, auch einmal Abwege zu versuchen. Umso ehrlicher kann man dann auch wieder zurückkommen. Ohne "The Soft Parade" kein "Morrison Hotel".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Toshé TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Zunächst einmal:
zu welchen, fast vinylartigen, höheren Weihen die moderne Remastertechnik in der Lage ist, das konnte man bereits beim Backkatalog von Can und jüngst auch Neil Young erfahren! Näher an das Schallplattenfeeling kann man nicht mehr kommen.
So finde ich die Anwendung dieser Errungenschaft auch bei den Doors Alben begrüssenswert und der Tiefe zuträglich, die diese Musik auch braucht um voll aufzublühen.

Zu Soft Parade:
von Vielen geschmäht oder übersehen bietet es ein Bild von der Gruppe, das in der Tat ungewöhnlich, aber keinen deut durchschnittlich daherkommt.
Ich finde es eher erstaunlich, wie sie auch die, normalerweise, schmalzigsten Zutaten in die Knie zwingen und ihnen ihren ureigenen Stempel aufdrücken. Sowohl in Sachen Wahnsinn als auch melodisch. Auch Ironie kommt hier zwischen den Zeilen vor, und wenn Frank Zappa das darf, warum dann nicht auch diese Legende?
Bei allem Respekt vorm Mythos Morrison und der Band. Aber sie waren oft genug im Keller um zu lachen. Da kommt mir diese Platte gerade recht... Und Jim wirft sich teils mit einer ironischen Grandezza und Intensität in jene Schmonzetten und macht ihnen natürlich den Gar aus. Er war seiner Zeit voraus und demonstriert damit die geläufige "Werner Herzog These", dass L.A. der Ort schlechthin sei - da sich hinter soviel Glamour und falscher Fassade auch enorme Abgründe und Substanz verbergen. Und genau das wird hier, zum Teil, aus diesen scheinbaren "Un-Songs" gnadenlos herausgepresst und schonungslos offengelegt. Und die Wahrheit hat letztlich immer ihre Schönheit; sei sie auch noch so "grausam".
Unter dem Aspekt läuft das öfters hier.
Aber auch die gewohnte Essenz und das Schamanische werden geboten. Es ist eine Frage der Wahrnehmung und des Schalterumlegens. Wer es beherrscht bekommt die Doors in full cinemascope hier und das ist wundervoll!!!
Gebt der Platte eine Chance und etwas mehr Zeit. Sie wird euch nicht enttäuschen!
Grüße und viel Freude damit!
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
... das waren The Doors Mitte 1969, als dieses Album erschien. Dass sich die Gruppe danach nicht aufgelöst hat (bzw. nicht bereits nach dem Miami-Skandal), ist auch heute noch schwer zu verstehen. Mieses Songmaterial, die halbherzige Suche nach einem neuen Sound und ein Kontrollfreak am Mischpult namens Paul Rothchild prägen weitgehend die (ursprünglich) 34 Minuten Musik von "The Soft Parade". Der Produzent wollte es glatter und kommerzieller, Ray Manzarek und John Densmore wollten etwas Jazz einbauen. Jim Morrison war in dieser Phase mit seinen Gedanken meist woanders.
Zwei der Stücke, "Touch me" und "Wild Child", wurden bereits 1968 aufgenommen; ersteres ist ein treibender Pop-Schlager mit einer furiosen Jazz-Coda, dessen Text die Kitschgrenze locker überschreitet. Gelungen, aber Robbie Krieger hätte es dabei belassen sollen. "Wild Child" hat kaum eine Melodie, aber ein unwiderstehliches Riff - wenn schon primitiv, dann richtig. Wir hören den genüsslich zugedröhnten Jimbo, wie er bereits auf "Five to one" in Erscheinung trat. Auch gut.

Kommen wir zum traurigen Rest:
- "Tell all the People": Eine Art Revoluzzer-Schnulze mit fanfarenartigen Bläsern. Ein hörbar schlechtgelaunter Jim intoniert Robbies peinliche Verse.
- "Shaman's Blues": Ein länglicher Singsang über zwei Akkorde im lässigen 6/8-Rhythmus. Robbies Tongirlanden auf der Gitarre und Rays sanfte Cembalo-Wogen streicheln zwar das Ohr, aber der Text ist noch das Beste an dem Stück. Kein Wunder, dass die Band es niemals live spielte.
- "Do it": Der schlechteste Doors-Song überhaupt. Jim will sich scheinbar bei den jungen Hippies anbiedern. "Please, please, listen to me children": das ist die ganze Strophe. "You are the ones who will rule the world": und das der Refrain. So ein lyrischer Totalausfall war bis dahin undenkbar.
- "Easy Ride": Ein fröhliches Rock'n'Roll-Liedchen fürs Kirmes-Karussell. Na, wenigstens hat Jim ein bisschen Spaß hier.
- "Runnin' blue": Soll ein Tribut an Otis Redding sein. Ohne die Verweise im Text würde man nie darauf kommen. Hat eine bluesige A-capella-Einleitung; die eigentlichen Strophen bestehen aus abgehackten Phrasen. Das Lied ist ein gekünstelter Bastard aus Soul-Bläsern und einem folkigen "Refrain", wo sich der Gitarrist wie ein Imitator von Bob Dylan anhört. Dazu noch ein Free-Jazz-Solo, und das alles in 2,5 Minuten: verrückt, aber witzlos.
- "Wishful sinful": immerhin eine originelle Melodie. Der Verfasser des Arrangements hätte auch für Dusty Springfield arbeiten können. Es hört sich an, als sollten noch einmal unbedingt die Top Ten und die Hausfrauensender erobert werden. Jim gibt sich Mühe als Crooner dieser romantischen Ballade mit hübscher Wasser-Metaphorik, doch die Kombination ist einfach nur seltsam. Mich überzeugt der Song nur in der einzig bekannten Live-Version, wo sich auch zeigt, dass die Dekoration mit Streich- und Blasinstrumenten gar nicht notwendig war.
- "The Soft Parade": Der letzte poetische Großversuch. Es wirkt sehr beliebig, wie hier ganz unterschiedliche Fragmente zu einem Longtrack zusammengestückelt wurden. Warum das nun besser sein soll als "Celebration of the Lizard", das ein Jahr zuvor verworfen wurde, erschließt sich mir nicht. Im finalen Teil schreit sich Jim minutenlang durch den Text, ohne dass die Band endlich mal richtig draufhaut. Auch von diesem Song sollte man sich lieber die TV-Aufzeichnung ansehen.

Zum Bonusmaterial: "Who scared you" ist eine entspannte B-Seite mit einem einmalig dünnen, gluckernden Orgelsound. "Whiskey, Mystics and Men" bietet interessante Verse, klingt aber wie ein altes Matrosenlied für die Hafenkneipe. Man versteht, dass die Band nicht wusste, was sie damit machen soll. "Push Push" ist ein endloser Jam über die Akkordfolge von "La Bamba".
Dem erschreckenden Mangel an Substanz entsprach damals die trügerische Präsentation des Albums: Das triste Cover-Artwork bestand aus einem alten Foto der Gruppe (ca. 1967) und einem surrealistischen Bild, auf dem Jim Morrison ebenfalls so dargestellt ist, wie er längst nicht mehr aussah. Man kann sich die Verzweiflung der Marketing-Leute von Elektra über das skandalöse Image und die äußere Erscheinung des Sängers lebhaft vorstellen. Offenbar fand man keinen Weg, damit umzugehen, und versuchte von da an, die Tatsachen so lange wie möglich zu verschleiern. Das Ergebnis sieht man auf den Plattencovern bis hin zu "Doors 13".
Fazit: "The Soft Parade" sollte man nur kaufen, wenn man bereits alle anderen Studioalben hat und sich selbst eine Meinung bilden will. Wer dem aktuellen Remix/Remaster nicht traut, möge sich eine ältere CD besorgen.
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