The Surgeon war meisterhaft dramatisch, the Apprentice spektakulär und der dritte Jane-Rizzoli-Thriller beginnt bereits höllisch spannend hinter Klostermauern. Und "The Sinner" ist keine weitere Fortsetzung von "The Surgeon" geworden, sondern gibt der Reihe eine neue Wendung.
Zusammen mit der Pathologin Maura Isles, der Königin der Toten, wird Detective Jane Rizzoli an einen sehr ungewöhnlichen Tatort gerufen, in eine Klosterkapelle, wo die 20jährige Schwester Camille Maginnen ermordet und die 68jährige Schwester Ursula schwer verletzt wurden. So rätselhaft der Mordfall scheinen mag, so dürftig ist die Beweislage, noch dazu als im Teich des Klosters ein totes Baby und in Boston die Leiche einer Leprakranken gefunden werden...
Lange heißt es rätseln wer der Mörder oder die Mörderin sein könnte und warum die Tat begangen wurde. In the Sinner ist nichts wirklich offensichtlich, erst mit der Zeit kommen die Hintergründe der Tat ans Licht und wenn es einmal soweit ist kann man meist nicht mehr aufhören weiterzulesen, der Pageturner hat ein neues Opfer gefunden. Doch außer in Sachen hoher Spannung wo the Sinner ohne weiteres mit den Vorgängern "the Surgeon" und "the Apprentice" konkurrieren kann bietet der dritte Teil der Jane-Rizzoli-Serie auch endlich die gewünschte persönliche Dimension, um sich besser mit Jane und der neuen zweiten Protagonistin Maura Isles identifizieren zu können. Jane ist verärgert und von der Welt enttäuscht, da sie sich in einer männlich dominierten Welt behaupten muss und lebt scheinbar nur für ihren Job, während Maura auf Distanz zu den Lebenden geht. Die privaten Themen sind mehr geworden, die eigentliche Polizeiarbeit wurde etwas gekürzt, dafür erhält man mehr detailreiche Autopsien.
Fazit:
Spannender als "The Apprentice" und ein regelrechter Pageturner.