Schon wieder stolze 12 Jahre ist es her, dass Goldfrapp mit ihrem grandiosem Debutalbum "Felt mountain" begeisterten. Nun nach insgesamt 5 Studioalben ist es dann auch einmal an der Zeit dieses Schaffen Revue passieren zu lassen und eine Zusammenfassung zu veröffentlichen. Clever war es dieses Album schlicht "The Singles" zu nennen, denn "Best of" oder dergleichen wäre etwas vermessen. Goldfrapp haben so viele großartige Titel erschaffen und ob die Singles immer das Beste des jeweiligen Albums waren ist fraglich.
Nun also "The Singles", natürlich erhebt auch diese Zusammenstellung mit 14 Titeln keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So fehlen so großartige Titel wie "Human" oder "Twist". Doch die Mischung passt: Goldfrapp spannen den Bogen vom grandiosem und düsterem "Felt mountain" über das überdrehte und heftige "Black cherry" bis zum verträumtem "Seventh tree" und dem discotauglichem "Head first". Und so zeigt sich auf diesem Album die Vielseitigkeit von Goldfrapp. Klassiker wie "Utopia", "Ooh la la" und "Train" stehen neben Highlights wie "A&E", "Happiness" und "Strict machine".
2 neue Songs haben Goldfrapp dann auch noch drauf gepackt. Beide Titel sind ruhig und verträumt. "Yellow halo" besticht durch die gefühlvolle Stimme von Alison Goldfrapp und eine zauberhafte Melodie, der Sound schwingt auch einmal etwas schneller, aber immer dermaßen dezent im Hintergrund, dass der ruhige und wunderschöne Gesang die Oberhand behält. Bei "Melancholy sky" ist der Name Programm: Melacholisch schönes Rührstück mit leisem aber feinem Sound.
Eine klassische Zusammenfassung der bisherigen musikalischen Laufbahn liefern Goldfrapp hier ab, die wichtigsten Hits quer durch alle Perioden + 2 neue Titel. Also nichts falsch gemacht. Natürlich haben solche Alben immer den Nachteil, dass man die meisten Titel schon kennt, doch in diesem Fall sind dies alles wahre Musikperlen. Und natürlich gibt's auch wieder die ewigen Nörgler nach dem Motto außer "Felt mountain" haben Goldfrapp nichts Brauchbares gemacht. Doch eigentlich sind diese Leute nur Heuchler, denn warum sollte man sich 12 Jahre mit der Musik von Künstlern beschäftigen, die man eigentlich nicht mag.
Sehr gelungen finde ich auch das Cover des Albums, welches eine Mischung bisheriger Goldfrapp-Cover darstellt. Passt perfekt zum Thema, deshalb 5 Sterne von mir, was sonst.