Da das Radio-Programm einen heute nicht mehr animieren kann, Platten zu kaufen, ist man auf die alten Namen angewiesen, die früher für gute Musik standen.
Gut, das meint bei mir auch immer ein 'Hard', wobei 'Rock' nicht sein muss. 'Elektronik' geht auch oder 'Wave'.
Und von daher muss ich sagen, hat mich die Scheibe überzeugt. Sandra hat ein Reihe von 'gewaltigen' Songs ihre tolle Schrei-Stimme und ihren typischen Reibeisen-Klang verliehen, die so echt überzeugen. Trotzdem kann sie auch melodisch und das finde ich Klasse. Diese Scheibe hat alles, Melodik, Härte und fette Beats.
Was irritieren mag, ist das anders als bei den Guano Apes hier elektronische Klänge im Vordergrund stehen. Für mich kein Problem, kommt aber auf die Erwartungshaltung an.
Allerdings gibt es auch negatives über dieses Album zu sagen:
So manches Rumgehauche hätte man sich echt schenken können. So nervt in dem Song 'Right Lane' immer wieder das laszive Rumgehauche genauso wie in 'Mecasanova'.
Freunde teuren und wohlklingenden Anlage werden die absichtlich übersteuerten Songs 'Mecasanova' und 'Big city' wohl in den Wahnsinn treiben, ich persönlich finde es allerdings stimmig.
Was allerdings wirklich nervt, ist die absolute Sterilität mancher Songs und das Gefühl, dass Sandra nur dazu gesetzt wurde, die Songs zu besingen. Das raubt der Scheibe die Authentizität und lässt Nasic als Kunstprodukt der Musikbranche erscheinen, die einfach nur über ihren Namen verkaufen soll.
Hoffen wir, dass dem nicht so ist und wir vielleicht noch ein paar aufregende Scheiben und gute Songs bekommen.
Von mir wegen der Sterilität und dem lasziven Gesang nur 4 Punkte, allerdings trotzdem eine Kaufempfehlung, da mal was anderes und mal was zum richtigen abrocken.