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The Shack: A Novel
 
 
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The Shack: A Novel [Englisch] [Taschenbuch]

William P. Young
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

'Brilliant! One of the most faith-enhancing books I have ever read' -- Bear Grylls 20080929 'Clearly the book is speaking loud and clear to a lot of people' -- The Independent 20080719 'Bunyanesque ... bold, imaginative, humane and funny.' -- Church Times 20081125 'This book has the potential to do for our generation what John Bunyan's Pilgrim's Progress did for his. It's that good!' -- Eugene Peterson 20081125 'This is the most heart-warming, inspirational story I have read in decades. If you only read one book in the next year...read THE SHACK' -- J.John 20080727 'By far the most captivating, deliciously written and theologically refreshing page turner of a novel I have ever read.' -- Gerald Coates, Pioneer 20080911 'Dangerous, dangerous way to do off-the-hook theology, I love it! It's not just what happens when a theologian becomes storyteller: this is what happens when a survivor who has experienced God decides to tell a story. This should be required reading in spirituality/theodicy classes everywhere. The Shack will quickly become a modern classic, and it will inspire imitators. But very few will match the competence of this work.' -- Siku 20081001 'THE SHACK is the most absorbing work of fiction I've read in many years. My wife and I laughed, cried and repented of our own lack of faith along the way. THE SHACK will leave you craving for the presence of God.' -- Michael W. Smith, Recording Artist 20081001 'This story reads like a prayer - like the best kind of prayer, filled with sweat and wonder and transparency and surprise. If you read one work of fiction this year, let this be it.' -- Mike Morrell, Zoecarnate.com 20081001 'Reading THE SHACK during a very difficult transition in my life, this story has blown the door wide open to my soul.' -- Wynonna Judd, Recording Artist 20081001

Kurzbeschreibung

Mackenzie Allen Philips' youngest daughter, Missy, has been abducted during a family vacation and evidence that she may have been brutally murdered is found in an abandoned shack deep in the Oregon wilderness. Four years later in the midst of his great sadness, Mack receives a suspicious note, apparently from God, inviting him back to that shack for a weekend.Against his better judgement he arrives at the shack on a wintry afternoon and walks back into his darkest nightmare. What he finds there will change Mack's world forever.In a world where religion seems to grow increasingly irrelevant THE SHACK wrestles with the timeless question, 'Where is God in a world so filled with unspeakable pain?' The answers Mack gets will astound you and perhaps transform you as much as it did him. You'll want everyone you know to read this book!

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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Versetzt ins Nachdenken 24. März 2009
Von Sela
Format:Taschenbuch
Die anderen bereits hinterlegten Rezensionen machen deutlich, dass das Buch polarisiert. Entweder man findet es sehr gut oder ganz schlecht. Zwischendrin hat bis jetzt niemand bewertet. Der Autor versucht einen Spagat zwischen Roman und Auseinandersetzung mit Lebensfragen (Tod, Leid, Gnade, Gesetz etc.), und nicht alle finden ihn gut gelungen.
Ich gehöre zu denen, die das Buch sehr gut finden, obwohl es Passagen hat, die ein bisschen kitschig sind, oder solche, wo das Gleichgewicht nicht ganz stimmt. Für mich spielte die Rahmenhandlung (Tochter verschwindet etc.) weniger eine Rolle als die Dialoge zwischen Gott und Mack (Hauptperson). Diese Dialoge haben Denkprozesse und Emotionen ausgelöst, es gab Aha-Erlebnisse, und last but not least wurde mein Gottesbild korrigiert/verändert/erweitert. Allein deshalb schon lohnt es sich, das Buch (noch einmal) zu lesen. Ich finde, es ist ein Mutmacher-Buch, das das Vertrauen in Gott stärkt. Und ohne die Rahmenhandlung, die die Dialoge rechtfertigt, hätte ich das Buch wohl nicht in die Hand genommen, weil mir theologische Abhandlungen sonst meist zu trocken sind.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwiespältig 18. Juni 2009
Von G. J. Matthia VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Zwischen uns sei Wahrheit, lieber Leser dieser Rezension. Das Buch, das ich hier empfehle, ist ein zwiespältiges Werk; ein gutes und ein bedenkliches Buch zugleich.
Vorab: Man darf nicht vergessen, dass man es bei der Lektüre mit einem Roman zu tun hat. Ein Roman darf vieles, was einem Sachbuch anzukreiden wäre. Zum Beispiel den Leser samt Protanonisten aus dieser Welt heraus in eine andere entführen. Nicht irgend eine außerirdische Sphäre, dies ist kein Science-Fiction-Roman, sondern - um es etwas vereinfacht auszudrücken - in unsere Welt, wie sie eigentlich sein sollte. Wie sie sich der Schöpfer gedacht haben mag, wenn man einen Schöpfer in Betracht zieht.

Wiliam P. Young, so heißt der Autor, auf diesem gedanklichen Weg zu folgen, fällt Europäern sicher schwerer als Amerikanern. Der Protagonist Mackenzie Allen Phillips, meist kurz Mack genannt, ist ein Typus Mensch, den es hier in Deutschland weit weniger häufig gibt als in der Heimat des Autors. Mack ist der typische Amerikaner, der selbstverständlich sonntags die Kirche besucht, vor dem Essen ein Dankgebet spricht und ein »christliches« Leben führt. Er zweifelt nicht an der Existenz Gottes, wenngleich er keine allzu persönliche Beziehung zu Gott pflegt, sondern landläufig-traditionell gläubig lebt: Man ist Christ, liest die Bibel und gehört einer Kirche an.
Im säkularisierten Europa trifft man solche Menschen womöglich noch in einigen ländlichen Gebieten in größerer Zahl an. In Amerika ist das noch immer eine Beschreibung der Mehrheit der Bevölkerung.

Zurück zu Mackenzie. Während eines Wochenendausfluges verschwindet Missy, die kleine Tochter, spurlos. Die Suche bleibt erfolglos, es gibt bald keinen Zweifel mehr, dass sie von einem Serientäter entführt und umgebracht wurde, obwohl die Leiche des Kindes nicht auffindbar ist. Die blutdurchtränkte Kleidung des Mädchens und die Beschreibung des Entführers sprechen deutlich genug, um Hoffnungen zu ersticken. The Great Sadness senkt sich auf Macks Leben.

So weit, so traurig und leider auch so realistisch. Wir alle kennen solche Geschichten aus den Medien, sie sind keine Fiktion, sondern grausame Wirklichkeit. Mancher leitet daraus ab, dass es keinen barmherzigen und guten Gott geben kann.

Doch Mack erhält eine handschriftliche Einladung von »Papa«. So nennt seine Frau Gott, da sie ein etwas engeres Verhältnis zu ihm zu haben scheint als Mack. »Papa« lädt ihn in ausgerechnet die Hütte ein, in der man damals die blutdurchtränkten Kleider seiner kleinen Tochter gefunden hat. Ein grausamer Scherz eines Verrückten? Eine Falle des Mörders? Oder tatsächlich eine Einladung von Gott persönlich? Auf jeden Fall hat Macks Frau trotz der Unterschrift »Papa« nichts damit zu tun, so viel ist sicher.
Weil Mack, der keine Ahnung hat, was ihn und ob ihn überhaut etwas erwartet, sich auf das Wochenende einlässt (vorsichtshalber mit Schusswaffe im Gepäck), kann uns der Autor des Romans zusammen mit Mack in jene »andere« Welt entführen, in der es möglich und an der Tagesordnung ist, wie Adam und Eva einst mit Gott zu plaudern.
Allerdings hat Mack zunächst Mühe, Gott zu erkennen. Er begegnet keineswegs jemandem, der Gandalf aus dem Herrn der Ringe ähneln würde. Für manchen Leser mag das, was in der Hütte und ringsum bei Ausflügen folgt, irritierend sein. Schon wegen der Darstellung von »Papa«, Jesus und des Hei- ja, da sind wir schon mitten in den Problemen für unsere traditionellen Vorstellungen: Der Heilige Geist ist weiblich. Bono, Sänger von U2, hat schon vor Jahren über den Geist Gottes gesungen: She moves in mysterious ways. In diesem Buch nun heißt sie Sarayu. Doch auch »Papa« begegnet Mack zunächst als Frau, als Afroamerikanerin, da der Begriff »Vater« für Mack aufgrund der eigenen Kindheit nicht viel Gutes zu bedeuten hat.
Die drei Personen des einen Gottes, eine Frau namens »Papa«, Jesus und Sarayu begleiten nun den Protagonisten durch das Wochenende. Sie sind / er ist, nicht nur was Namen und Geschlecht betrifft, völlig anders, als religiöses Denken (und Establishment) es in Amerika oder hierzulande zulassen möchte.

Es ist ein mutiges Buch, denn dass ein Autor, selbst in einem Roman, dermaßen radikal mit dem herkömmlichen Gottesbild bricht, muss zu vehementen Protesten der traditionsverhafteten Geistlichkeit führen. Das war auch in Amerika prompt der Fall, manch ein Hirte wollte seinen Schäfchen gar verbieten, »The Shack« zu lesen. Dennoch (oder deshalb?) hat das Buch offensichtlich ein Dauerabonnement für die Bestsellerlisten.
Nun ist die deutsche Ausgabe erschienen, man darf gespannt sein, ob es auch hierzulande entsprechende Reaktionen geben wird.

Doch zurück zur Geschichte, die William Paul Young erzählt und zu der Zwiespältigkeit, die ich empfunden habe. Erzählerisch ist »The Shack« kein Meisterwerk.
Mack wird sehr idealisiert dargestellt, so perfekt, dass er mir im Lauf der Lektüre unglaubwürdig wird. Beim besten Willen kann ich mir einen solchen Mustervater, Musterehemann und Mustermenschen nicht im wirklichen Leben vorstellen - samt Musterehefrau übrigens. Beide machen immer so gut wie alles richtig.
Auch meine ich, dass der Autor sich etwas zu viel vorgenommen hat, zumindest für den Umfang des Buches. Er will möglichst allen Fragen nachgehen, die es rund um Gott, Mensch und das Leid sowie die Ungerechtigkeit der Welt gibt. Und Antworten vorschlagen.

* Wie kann Gott, vorausgesetzt, er ist ein guter Gott, solch ein Verbrechen an einem unschuldigen Kind zulassen?
* Wie muss man leben, damit Gott zufrieden ist?
* Bestraft und erzieht Gott die Menschen durch Krankheit oder anderes Leid?
* Wird das nicht langweilig, im Himmel immer nur auf goldenen Straßen rumzulaufen und Loblieder zu singen?
* Wer ist für Naturkatastrophen verantwortlich zu machen?
* Warum all die Kriege und Abschlachtereien im Alten Testament?
* ... und viele weitere Fragen und Problemkreise.

Was Young schreibt, ist - wie schon oben angedeutet - alles andere als »kirchenkonform«. Zum Beispiel wenn sich Mack und Jesus über die Kirche / Gemeinde unterhalten:

Mack paused, searching for the right words. "You're talking about the church as this woman you're in love with; I'm pretty sure, I haven't met her." He turned away slightly. "She's not the place I go on Sundays," Mack said more to himself, unsure if it was safe to say out loud.
"Mack, that's because you're only seeing the institution, a man-made system. That's not what I came to build. What I see are people and their lives, a living, breathing community of all those who love me, not buildings and programs."
Mack was a bit taken back to hear Jesus talking about "church" this way, but then again, it didn't really surprise him. It was a relief. "So how do I become part of that church?" he asked. "This woman you seem to be so gaga over."
...
"As well-intentioned as it might be, you know that religious machinery can chew up people!" Jesus said. "An awful lot of what is done in my name has nothing to do with me and is often, even if unintentional, very contrary to my purposes."
"You're not too fond of religion and institutions?" Mack said, not sure if he was asking a question or making an observation.
"I don't create institutions - never have, never will."

Die Antworten, die Young anbietet, habe ich so gut wie immer als nachvollziehbar empfunden, und sie sind auch in sich schlüssig. Das Gottesbild, das er in diesem Roman zeichnet, teile ich weithin schon eine ganze Weile. Ich halte dieses Buch für hervorragend geeignet, dem einen oder anderen Christen ein wenig die Augen dafür zu öffnen, dass nicht alles, was von einer Kanzel verkündet wird, unbedingt und immer richtig sein muss.
Doch, und da taucht der Zwiespalt wieder auf, so gut dieses Buch für nachdenkliche und suchende Gläubige sein mag, es taugt meiner Meinung nach nicht dazu, Menschen für Gott in zu interesieren, die davon überzeugt sind, dass es keinen Gott gibt. Das muss und soll ja nun auch nicht die Aufgabe eines Romans sein.
Es ist dem Autor jedoch nicht gelungen, das zeigen auch etliche Rezensionen und Bewertungen in säkularen Medien, so spannend und interessant zu erzählen, dass ein Leser, der mit dem Glauben nicht viel oder gar nichts am Hut hat, dem Buch sonderlich viel abgewinnen könnte.
Wer am Thema »Gott und Mensch« grundsätzlich nicht interessiert ist, wird die seitenlange Dialoge als ermüdend und die Handlung als ungenügend empfinden. Der arg konstruierte Schluss sei hier sowieso mit dem gnädigen Mantel des Schweigens bedeckt.
Man muss schon am Thema an und für sich interessiert sein, wenn man das Buch interessant finden soll. Als Erzählung ist »The Shack«, trotz einiger hervorragender Szenen, allenfalls Durchschnitt. Stilistisch und sprachlich zeichnet sich der Text ebenfalls nicht aus: Nicht schlecht, aber auch nicht gut.

Mein Fazit: Ich habe das Buch trotz der oben angedeuteten Schwächen mit Begeisterung und nicht unerheblichem »inneren Gewinn« gelesen. Ich empfehle es mit voller Überzeugung als eine herausragende Lektüre, weit besser als mancher Alltagslesestoff. Nur sollte der Leser erstens nie vergessen, dass er einen Roman liest, und zweitens nicht zu sehr an traditionellen Formen und Lehren festkleben wollen. Die werden nämlich kräftig erschüttert. Lesen Sie weiter... ›
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
(Oha, ich wage die erste größtenteils negative Rezension dieses vielgepriesenen Buches auf amazon.de -- na, wohlan: heat up those flamers :) )

Hab dieses Buch als Empfehlung gelesen; bzgl. der zentralen Frage "Wo ist Gott in einer Welt voller Leid?" war ich anfangs äußerst gespannt darauf, welche Antworten der Autor darauf geben könnte. Leider konnte mich allerdings letztlich als jemand, der zwar christlich erzogen worden ist, mittlerweile aber auch andere Denkmodelle hat kennenlernen dürfen, leider nicht so recht dafür erwärmen, wie diese Thematik im Buch behandelt wird.

Mein eigenes Fazit schon mal hier (für diejenigen, die nicht alles lesen wollen :) ) : Eingebettet in eine bewegende Rahmenhandlung eines tiefen persönlichen Unglücks vermittelt "The Shack" mMn eine sehr persönliche Gottesvorstellung, die jemandem (der zB solches Unglück erlitten haben mag) vielleicht wirklich verdienten Trost zu geben vermag. MMn ist das Bild allerdings derart personalisiert, daß ich denke, daß im ganzen vermutlich nur wenige Menschen davon in ihrer Geisteshaltung tatsächlich stark verändert werden dürften... & das sind denke ich in 1. Linie Menschen wie der Protagonist Mack: nämlich solche, die bereits recht verwurzelt im christlichen Glauben sind, allenfalls darin erschüttert... mein Weltbild zumindest ist das gleiche geblieben. Als leicht zu lesende Einführung in die Grundideen des christlichen Glaubens würde ich das Buch weiterempfehlen, ebenso als (manchmal ergreifenden) Bericht einer persönlichen religiösen Erfahrung. (Das Vorwort mag nahelegen, daß das Buch ohnehin "nur" letzteren Anspruch stellen & auch gar nicht für jedermann/jedefrau geschrieben sein will.) Gläubige Christen dürften vermutlich ebenfalls begeistert sein, andererseits aber womöglich nichts für sich neues darin finden.

Hier meine detaillierte Meinung nach der ersten Lektüre:

Ohne viel verraten zu wollen, ein ganz kurzer inhaltlicher Abriß vorweg: Der Protagonist Mack verliert nach dem tragischen Tod seiner Tochter den Glauben an Gott. Auf eine geheimnisvolle Nachricht hin fährt er eines Nachts zur titelgebenden Hütte. Dort erscheinen ihm die Elemente der christlichen Dreifaltigkeit als 3 Personen, mit denen er ein Wochenende in für ihn augenöffnenden Diskussionen verbringt.

Vielleicht vorweg am besten erst einmal die Aspekte, die mich an "The Shack" positiv beeindruckt haben:
+ Die einführende Rahmenhandlung fand ich sehr bewegend.
+ Das christliche Dreifaltigkeits-Konzept wird mMn (bin allerdings kein Experte) gut verständlich erklärt (Kap. 6-9).
+ Das grundsätzliche menschliche Unvermögen, Gutes bzw Schlechtes letztlich als solches beurteilen zu können (aufgrund unserer grundsätzlich unzureichenden Einsicht in die letzten Auswirkungen), also das ethische Äquivalent zum Wahrheitsskeptizismus, fand ich gut dargestellt -- ebenso den Grund, aus dem heraus Jesus (nach christlicher Auslegung) am Kreuz hat sterben müssen (Kap. 11).
+ Der persönliche Wert des Verzeihens auch des größten erlittenen Unrechts wird mMn exemplarisch sehr einfühlsam vermittelt (Kap. 15/16).
+ Das Buch hat mich mal wieder ztum Nachdenken über fundamentale Werte gebracht; allein das mag heutzutage n echter Verdienst sein :)

Alles Punkte, die auf ein sehr gutes Buch schließen ließen... wären da nicht die vielen "Lücken" bzw unbeantworteten Fragen...
- Globale Gültigkeit: finde die genaue Stelle leider nicht wieder, aber an einer Stelle erhebt Gott im Buch den Anspruch, in der exakten dreifaltigen Darstellung (Vater, Sohn, heiliger Geist) zwingend für Menschen aller Glaubensrichtungen da zu sein... halte ich in dieser Form für recht fragwürdig (falls nicht sogar missionarisch-arrogant); hier würde mich die Meinung frommer (& "trotzdem" freigeistiger) Juden/Muslime/Buddhisten interessieren...
- Der Mensch als die "Krone der Schöpfung": spätestens, als Mack mit Jesus unterm Sternenhimmel liegt, hatte ich ihm die Frage eintrichtern wollen: "Gibt es noch mehr wie uns? Das kann doch nicht alles nur zu unserer Unterhaltung da sein?!" Es fehlt vA jegliche Stellungnahme zur Evolutionstheorie; oder zur Frage, ob Gott ggf. auch anderen Lebewesen als dem Homo Sapiens "especially fond of" sein mag... find ich zu ner Zeit, in der das heliozentrische Weltbild das allenthalben anerkannte sein mag, n bißchen deplazert.
- Das Gute als soziale Größe: Kap. 11 beschreibt das menschliche Dilemma, zwar ein subjektives Gefühl für das Gute/das Böse zu haben, nach objektiven Kriterien aber im Urteil scheitern zu müssen, weil die globale Sicht über Ursache & Wirkung fehlt -- dem will ich mich anschließen. In der folgenden Darstellung wird aus diesém ethischen Skeptizismus aber ein zwingender ethischer Solipsismus -- es sei denn, man vertraut das alleinige Urteil dem Einen an, der die objektive Sicht besitzt. Mit einer These, daß immerhin sozial lebende Menschen sich untereinander austauschen können & somit zwar keine wirklich objektive, aber immerhin inter-subjektive Sicht der Dinge möglicherweise erreichen kann (Ethik zu Das Gute in etwa wie Wissenschaft zu Das Wahre: es bleibt immer nur ne Annäherung, die aber mit jeder Beobachtung potentiell "besser" zu werden vermag) : mit solch einer oder einer ähnlichen These hätte sich das Buch mMn auseinandersetzen _müssen_
- Gott == Das Gute vs zB den "kategorischen Imperativ" : das Ideale, Absolut Gute ist schon versucht worden, ohne die Einschränkung menschlicher Einsicht & ohne den Gottesbegriff als finales Mittel zu definieren -- ne Auseinandersetzung mit solchen Begriffen wäre passend gewesen. Mußte nicht zwingend sein, aber die alleinige dogmatische Festlegung auf Gott als die Idee des Guten wäre mir an Macks Stelle ein paar Fragen wert gewesen...
- Gute vs böse Gläubige: an einer Stelle (finde ich zZt leider auch nicht) erbost sich Jesus über die Tatsache, daß soviel Böses in seinem Namen geschieht... da vorher die These aufgestellt wird, daß Gott Das Gute An Sich sei & Böses also nur durch Gottes Abwesenheit zu erklären ist: Wie sind dann die Kreuzzüge einzuordnen? oder die Inquisition? die Zurückhaltung des Vatikans beim Holocaust? Leute, die ihrerseits beim Plausch mit Gott erfahren, daß bestimmte andere Leute Massenvernichtungswaffen besitzen & deshalb beseitigt gehören? "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"? Das dürfte, unter der These, daß der Mensch ethisch unmündig ist, für uns schwierig bleiben...
- Insgesamt finde ich, daß der Aspekt der zwischenmenschlichen Kommunikation über ethische Fragen auf absurde Weise in Frage gestellt wird: der ethische Solipsismus kann nur im Zwiegespräch mit Gott vermieden werden; Gedankenaustausch der Menschen untereinander ist nicht mehr möglich, da man der anderen (die sich im Zweifelsfall mit ganz anderen Problemen herumschlägt & also von Gott vermutlich andere Einsichten bekommen dürfte) nicht trauen kann (kommen ihre Einsichten denn überhaupt von Gott? Kommen _meine_ Einsichten denn von Gott...? Könnte mir gut vorstellen, die Ínquisition zB mag ebenfalls nach "bestem Wissen & Gewissen" & vA in festem Glauben & auf "direkte Weisung Gottes" hin vollfahren haben...)
Die letztlich im Buch getroffene Aussage "Gottes Wege sind unergründlich; vertrau auf Ihn, Er wirds schon richten": ist mMn schlichtweg keine Handlungsgrundlage, zumal eigenen "spirituellen Einsichten", wie eben beschrieben, genausowenig zu trauen ist, wie denen anderer... gerade in dieser Hinsicht erschien mir die Erzählung -- ich wage ein böses Wort -- einfach sinnleer... (unlösbares Problem: 2 Personen, Sie wissen nur, eine von denen sagt immer die Wahrheit, die andere lügt bei Belieben...)
- Zum Schluß: das Einstein-Zitat'am Anfang von Kap. 11 (auch wenns so halbwegs paßt, vwg. grundsätzliche Beschränktheit der menschlichen Einsicht): ich kann mir nicht helfen, aber das erinnert mich fatal an die Schlußnotiz in den Credits zum Film "What the (Bleep) Do We Know?" : "Die zitierten Personen stimmen nicht notwendigerweise den hier vorgetragenen Inhalten zu" oder so...

Tja, lange Rede, kurzer Sinn: bei mir fiel das Buch leider nicht auf fruchtbaren Boden -- würde mich aber gerne mit Leuten austauschen, die das Buch toll fanden & meinen Kritikpunkten was entgegenzusetzen haben :)

Schön, daß Sie bis hierhin durchgehalten haben... ich hoffe, meine Rezension hat ein wenig helfen können & daß sich niemand persönlich angegangen fühlt.
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