Keine andere Band versteht es so gut wie IQ, geniale Melodien zu schreiben, die beim ersten Hören genau gleich mitreissen wie beim 50sten Hördurchgang. Klar, Nicholls ist sicherlich kein technisch perfekter Sänger. Es kommt ab und zu vor, dass er eine Note nicht ganz perfekt trifft. Irgendwie versteht er es aber, Stimmungen und Emotionen rüberzubringen, und genau das ist es, was die Musik von IQ so gut macht. Das ist Musik zum Schwelgen, zum Mitleben, und das alles mit höchstem musikalischem Anspruch!
Im Gegensatz zu anderen Rezensenten bin ich eigentlich der Meinung, dass IQ mit fortschreitender Zeit immer besser geworden ist. Auf den älteren Scheiben hat es zwar auch absolute Hammersongs, zwischendurch gabs aber auch immer etwas schwächere Tracks, die meine Begeisterung nicht so ganz zu wecken vermochten (z.B. "The Thousand Days" auf "The Wake" oder "Out of Nowhere" auf "Ever"). Das ist auf den beiden neusten Scheiben "Subterranea" und "The Seventh House" meiner Ansicht nach gar nicht mehr der Fall. Da stimmt einfach jede Note, vom Anfang bis zum Schluss. Klar kann man sagen, dass IQ im Verlaufe der Zeit (und sie bestehen immerhin schon über 20 Jahre) keine grosse Veränderungen an ihrem Sound vorgenommen haben. Das stört mich allerdings wenig, gefällt mir IQ doch eben genau so wie sie ja sind!
Es ist schwierig, Highlights aus "The Seventh House" herauszupicken. Mich fasziniert jeder einzelne Song auf seine Weise. "Erosion" möchte ich dennoch speziell hervorheben. Für mich ein Song, der alles vereinigt, was IQ so gut macht. Unglaublich tolle Melodien, eingängig und dennoch nicht banal. Bombastische Stimmungswechsel, geniale Instrumentalpassagen und natürlich der hypnotisch faszinierende Gesang von Peter Nicholls. Übrigens auch live ein absolutes Highlight! Alle anderen Songs stehen dem aber in keiner Weise nach, Schwächen gibts keine.
Wie man wohl bereits gemerkt hat bin ich von dieser CD absolut begeistert und möchte sie jedem wärmstens ans Herz legen. Das gilt übrigens ebenso fürs vorhergehende Konzeptalbum "Subterranea", das "The Seventh House" in jeglicher Hinsicht das Wasser reichen kann.