Ricardo legt zehn Jahre nach seinem Erfolgsbuch Maverick (Der schrullige Außenseiter) nun mit vielen kurzen Fallgeschichten aus seinem eigenen Unternehmerleben einen Überblick über die aus seinem Leben gezogenen Lehren vor. Ich habe es in seinem eigenen Englisch gelesen, da ich aus Erfahrung weiß, dass Übersetzungen nur das bringen können, was der Übersetzer aus dem Text herausgelesen hat. Was der Übersetzer für möglich oder unmöglch, glaubhaft oder zweifelhaft hält, verfälscht den Inhalt. Sicher, auch Englisch ist nicht seine Muttersprache. Er wurde 1959 als Sohn eines österreichischen Einwanderers und Kleinunternehmers in Sao Paulo geboren.
Und sein Buch Maverick erschien zunächst auf Portugiesisch (Virando a propria mesa - Wie man sich bettet, so liegt man), aber Englisch wurde ihm zur Muttersprache als Geschäftsmann. Es ist gut, Maverick zuvor gelesen zu haben. Dann weiß man schon, wie er seine Erfahrungen gesammelt hat. Besonders erfreulich, dass er die Menschen, die er besonders schätzen gelernt hat, immer mit vollem Namen anführt. Namenskenner können sich dann sofort ein Bild machen, dass seine Schilderungen zutreffen müssen. Das weist ihn als guten Menschenkenner aus.
The Seven-Day Weekend sagt nicht, dass wir die ganze Woche blau machen sollen oder können. Es sagt nur, wir sollten genau dann unsere Auszeit nehmen, wenn wir meinen sie wirklich nötig zu haben. Das muss in einem menschlich gestalteten Arbeitsleben drin sein. Sonst wird es Sklaverei. Hat man sich eingelesen, legt man es nicht mehr aus der Hand. Für uns unbekannte Wörter empfehle ich, sich LingoPad aus dem Internet kostenlos als sehr gutes Wörterbuch herungerzuladen. Bestechend sein unerschütterlicher Glaube an den gesunden Menschenverstand und die Bereitschaft jedes einzelnen, alle seine Kraftreserven und seinen ganzen Einfallsreichtum einzusetzen, sobald es ihm selbst zugute kommt. Darin übertrifft er bei weitem Immanuel KANT, da er selbst tatsächlich entsprechend lebt und entscheidet und damit seine großen Erfolge erzielt, auch wenn die Mehrheit seine Entscheidungen zunächst bezweifel haben mochte. Andere seelenruhig ihre eigenen Fehler machen zu lassen und sich aller eigener Vorschriften und Besserwisserei zu enthalten, ist sein Schlüssel zu gemeinsamem Erfolg. Wie ihm das im einzelnen möglich war? Lesen Sie sein Buch! Es ist aller Mühe wert. horst.v.hasselbach@t-onlne.de