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Bei diesem knisternden, hochspannenden Thriller arbeiten wirklich alle Beteiligten auf der Höhe ihres Schaffens, was natürlich auch für Douglas als Geheimdienst-Agent Pete Garrison gilt. Der ist zum Schutz des Präsidenten eingeteilt, als ein anderer Agent umgebracht wird. Ein unheimlicher Informant erzählt Garrison von einer gewieften Verschwörung, die mit dem Mord zu tun und es auf den Präsidenten abgesehen hat. Die Tatsache, dass Garrison eine Affäre mit der First Lady (Kim Basinger) hat, lässt ihn wegen Stress durch einen Lügendetektor-Test fallen, als die Hinweise auf ein drohendes Attentat deutlicher werden. Es dauert nicht mehr lange, und Garrison befindet sich als Verdächtiger auf der Flucht, mit seinem bisherigen Protegé David Breckinridge (Kiefer Sutherland, der hier von seiner Rollenerfahrung aus der TV-Serie 24 profitiert) auf den Fersen. Um seinen ehemaligen Kameraden immer wieder zu entkommen, während die Zeit langsam knapp wird, muss Garrison sein gesamtes Arsenal an Agenten-Tricks auffahren (deren Details dem straffen Skript zusätzliche Spannung und Authentizität verleihen). Man kann zwar einige Plot-Wendungen schon frühzeitig erahnen, und auch die Identität des tatsächlichen Bösewichts wird für aufmerksame Zuschauer nicht lange ein Geheimnis bleiben, aber die energiereiche Erzählung und gekonnte Umsetzung können über diese Mankos leicht hinweg trösten. Einzig Desperate Housewife Eva Longoria wirkt in ihrer Nebenrolle etwas verloren, ansonsten glänzt das gesamte Ensemble mit tollen Leistungen, die sich dem rasanten Stil und dem temporeichen Spannungsaufbau von The Sentinel perfekt anpassen und so einen packenden Thriller von Anfang bis Ende garantieren. -- Ted Fry
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Ruckeln in Kameraschwenks und nicht immer ganz perfekt gestreute Schwarzwerte trüben die optischen Werte etwas ein. Akustisch wird viel geboten, wenn auch keine herausragenden Überraschungen mit daher kommen.
Bild: Leider neigt das Bild in Kameraschwenks zu deutlichem Ruckeln (Schwenk über Straße, 00:02:54 oder Vogelperspektive, 00:22:24). An den Farb- und Schärfewerten hingegen lässt sich weniger bemängeln. Hautfarben und Naturtöne werden authentisch abgebildet und auch kräftigere Facetten übertragen sich sehr plastisch (Gesicht vor Rasenfläche, 00:06:47). Die Schärfe stellt sich im Detail äußerst konturiert da, was auch bei bewegten Objekten gut aufgeht (Hundefell, 00:07:12 oder Hand an Ohr, 00:07:45). Auf Distanz lässt die Schärfe dann aber doch minimal nach. Rauschen findet sich häufig auf hellen Wandflächen in Innenräumen (Wand hinter Screen, 01:27:45), wohingegen es im Dunkeln oder im Sonnenlicht kaum anzutreffen ist. Das Kontrastspektrum könnte ein wenig breiter ausfallen. Besonders was die Schwarzwerte angeht lassen dunkle Anzüge hin und wieder auch in guter Ausleuchtung die Abbildung von Falten oder Stoffstrukturen vermissen (Posing für Foto, 00:43:40 oder Hemd, 00:48:21).
Ton: Der rasante Soundtrack verleiht dem akustischen Geschehen seine pulsierende Wirkung. Die Musik teilt sich dabei schön auf alle vorhandenen Kanäle auf (00:45:15) und arbeitet Hand in Hand mit Effekten (Schüsse, 01:32:06), die sehr dynamisch und motiviert zwischen den optisch vorgegebenen Richtungen alternieren (Hubschrauber, 00:45:56). Kraftvollere Momente wie ein explodierender Helikopter (00:46:04) schallen dicht und mit basslastiger Präsenz durch den Raum und erzeugen so ein sattes Sounderlebnis, das sowohl in der deutschen Fassung als auch im Original vorliegt. Mehr feingliedrige Kulissendetails schafft es allerdings die englische Fassung zu transportieren. Hier liegen die Dialoge aber dadurch nicht unbedingt harmonischer in die Kulisse eingebettet, sondern klingen im Vergleich zu Synchronisation etwas hallig (vgl. Streit bei 00:51:28). Die deutsche Synchronisation kann sich durchaus hören lassen, da sie sehr klar voluminiert ausfällt und dabei präzise mit Soundtrack und Kulisse abgemischt ist. --movieman.de