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The Sellout
 
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The Sellout

Macy Gray Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (25. Juni 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Concord (Universal)
  • ASIN: B0039TD79U
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. The Sellout 3:57EUR 0,99
Anhören  2. Lately 2:56EUR 0,99
Anhören  3. Kissed It 4:36EUR 0,99
Anhören  4. Still Hurts 3:50EUR 0,99
Anhören  5. Beauty In The World 3:49EUR 0,99
Anhören  6. Help Me 4:37EUR 0,99
Anhören  7. Let You Win 3:56EUR 0,99
Anhören  8. That Man 3:32EUR 0,99
Anhören  9. Stalker 2:27EUR 0,99
Anhören10. Real Love 4:02EUR 0,99
Anhören11. On & On 3:19EUR 0,99
Anhören12. The Comeback 4:04EUR 0,99


Produktbeschreibungen

kulturnews.de

2007 hätte Amy Winehouse echt einen Tritt verdient. Nicht, weil sie schlecht gewesen wäre, nein, nicht mal, weil die Dauerberichterstattung über ihren Drogenkonsum einem den letzten Nerv kostete. Aber ihretwegen war in den Köpfen, Ohren, Plattenregalen und Hitlisten einfach kein Platz mehr für andere - nicht mal für eine musikalische Wuchtbrumme wie Macy Gray. Ihr von Will.I.am produziertes Album "Big" war großartig. Groß raus kam es trotzdem nicht. Nun legt die Grammy-Preisträgerin nach - und zwar keineswegs in Form eines persönlichen Ausverkaufs, wie der Titel suggeriert. Gray macht genau das, was sie am besten kann: eine unaufgeregte und dabei trotzdem aufregende Mischung aus R'n'B und Soul, die von großer Poppigkeit und noch größerem Vertrauen darauf geprägt ist, wirklich jeden Beat übers 08/15-Niveau zu heben. Und so vollbringt Gray mit ihrer unkonventionellen Stimme - heiser, dennoch nicht rau - das Kunststück, Slash und Bobby Brown zu featuren, dazu noch die Hälfte der ehemaligen Guns 'N Roses an den Instrumenten zu haben und es kein bisschen verstaubt klingen zu lassen. Ein bisschen retrodisco vielleicht, doch die Funkeinschläge von "Big" waren ja auch klasse. Gut also, dass sie die beibehalten hat. Mehrere Titel scheinen gar direkte Vorgänger auf "Big" zu haben, Gray bleibt ihren Beats eben treu. Einen so starken Song wie "Treat me like your Money" kann sie zwar vielleicht nicht mehr anbieten, aber ein Liebeslied wie "Stalker" setzt Maßstäbe. "Du brauchst mich (... wer sollte dich sonst 90 Mal an Tag anrufen?)", singt Gray. Und wir brauchen jemanden wie sie wirklich: Weil sie glänzt, ohne Bling-Bling zu sein, und zeigt, wie unpeinlich Mainstream-R'n'B sein kann. Hoffentlich kapiert der Mainstream diesmal, welche Perlen ihm Gray hier vor die Füße wirft. (kab)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von V-Lee TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
,...war das nicht die mit ,I try to walk away and I stumble...', einem der wenigen wirklich guten Soul tracks der 90er?' Ja, genau die. Nach einigen Hits in den USA und einem song der in Europa über die Manolo-Junkie Clique von ,Sex In The City' bekannt wurde (,Sexual Revolution') geht die mittlerweile auch schon 43ig-jährige mit der Ausnahme-Reibeisen Stimme mit einem weiteren Album an den Start.

Angenehm zu bemerken ist bei diesem Album, dass das mittlerweile bereits tote 60ies Soul Revival der letzten 5 Jahre nachhaltige Spuren dahingehend hinterlassen hat, dass R'n'B heute wieder mehr Mitteln des R&B produziert wird und auf übermäßigen oder ausschliesslichen Einsatz von computersounds verzichtet wird. Einzig die spartanischen beats erinnern noch ein wenig an all das Beyonce etc. Zeug das in der letzten Dekade von der Stange produziert wurde. Echte Gitarren, ja sogar Orgel, E-Bass und auch echte drums hört man da wieder, und trotzdem klingt das alle sehr up-to-date. Gepaart mit Gray's einzigartiger Stimme sollte das eigentlich für ein Gelingen dieser Platte sprechen, aber man ist dann doch enttäuscht.

Die 12 songs die Sie hier zum Besten gibt, sind nette Drüberstreuer, die zwar keine Dancefloor-Mucke repräsentieren, aber immer einen leichten Disco-Kugel Glanz haben. Dazu passend dann eben die zwar netten und eingängigen, aber letztendlich doch belanglosen und allzu vorhersehbaren Tralalal Melodien, die diesen tracks eine voraussichtliche Halbwertszeit von ca. 2 Wochen bescheren.

Das mit Akkustik Gitarre vielversprechend beginnende ,Let You Win', lässt kurz Hoffnung aufkomen, bleibt aber dann doch auch zu harmlos. Wirklich gelungen ist nur der Rausschmeisser ,The Comeback', denn der hat wieder so eine ganz große Meodie wie weiland ,I Try' und ist auch sehr schön feierlich arrangiert.

Wäre das das Werk einer Newcomerin würde man ihm das Attribut ,vielversprechend' geben können - im Falle von Macy Gray ist das aber einfach zu wenig, weil man sich bei jedem dieser netten songs denkt ,warum verschwendet die ihre Stimme für so oberflächliches Zeug? Die könnte den Blues und den Soul so singen, dass man die Gänsehaut bekommt, wenn da ein wenig Verzweiflung oder Wut drinnen liegen würde...' So aber sind das Appetithäppchen, Schunkelsongs mit einfachen Melodien, die auch jede x-beliebig gecastete Nachwuchsängerin aufnehmen könnte. Von künstlerischem Anspruch ist hier nichts zu spüren.

3 Sterne für die recht schöne Produktion und für ,The Comeback', mehr geht da beim besten Willen nicht, weil Sie einfach zu sehr unter ihren Möglichkeiten bleibt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine Chart-Prostitution 21. Juli 2010
Format:MP3-Download
Vorerst mal: es ist ein großartiges Album einer Künstlerin der alle vorwerfen dass sie nie den gängigen Trends in den Charts entspricht, immer ist sie für die einen zu früh und für die anderen zu spät dran.

Für mich ist es endlich ein Album auf dem Ihre Stimme im Vordergrund steht, und nicht irgendeine schrille Computermusik in den Ohren weh tut wie bei manchen von den letzten Alben und Songs (Sweet Baby zb), und die Texte sind wenn mann sich etwas reinhört schön bis extra arg ;-)

Meine Favoriten sind The Sellout: ruhig schön und melodisch
latley : rockt
still hurts: schmusesong
Stalker : extrem arg!!! unbedingt reinhören

überhaupt mag ich alle songs da drauf, ist sicher für jeden was dabei, Dance Album ist es halt keines, wie jetzt von Kylie oder Lady Gaga, aber gute Musik und super Texte und eine unverwechselbare Stimme
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut, dass sie wieder da ist 11. August 2010
Von Xela
Format:MP3-Download
Macy Gray hat drei überragende Alben gemacht, dann ein deutlich weniger starkes und nun ein sehr gutes. In ihren Liedern spricht sie immer von sich selbst und immer sehr deutlich. Sie hat dabei vor allem drei Themen: Spaß am Sex; Überbordendes Glück und Lebensfreude; die Leere und das völlig am Boden zerstört sein, weil man verlassen worden ist oder jemanden verlassen hat. Macy sieht sich dabei immerzu als Außenseiter: "I'm so glad you're a freak like me" singt sie auf ihrem zweiten Album The ID und "You are relating to a Psychopath", auf ihrer jetzigen Tour covert sie Radiohead's Creep - und man spürt, dass sie das nicht nur tut, um zusätzliche Käuferschichten abzudecken.

Ihre ersten drei Alben waren auf ihre Weise sehr persönlich: On how life is; The ID und schließlich The trouble with being myself. Vielleicht lag die Schwäche ihres vierten Albums genau darin, dass sie davon abgegangen war. Es hieß einfach nur Big, war als Comeback gedacht, enthielt einige typische Macy Gray-Songs (für mich "Finally made me happy", "Glad you're here" und "AEIOU"), floppte und wahrscheinlich müssen selbst eingeschworene Fans wie ich zugeben, dass das im Großen und Ganzen in Ordnung ging. Macy geht ihre Themen immer direkt an, redet nicht drumrum, und wer unbedingt doppelbödige, filigrane Lyrics braucht, die ihre Genialität daraus beziehen, dass sie keiner versteht oder jeder darunter verstehen kann, was er will, der ist bei Macy definitiv falsch.

"All my troubles, they go away when you're on top of me loving me down making sounds and it's so good I am screaming" ist einer der Refrains auf ihrem dritten Album. Das singt sie mit einer grölend-groben, kindlich einfachen Melodie und das alles zusammen drückt dann eben genau das aus, was Macy hier sagen will. Genauso "Sex-O-Matic Venus Freak" auf On how life is und "Sexual Revolution" auf The ID. Macy liebt kurze Strophen, redet nicht groß rum. "Do me wrong songs make money all the time - but you're fine chocolate ass brings nothing negative to mind". Kurze Bridge "And the sun shines laughter when we live as one - And there's peace for those who believe in love". Sie lässt sich keine Zeit, denn eigentlich will sie nur sagen: "I'm so glad we've come together again".

Auf ihrem neuen Album gelingt es Macy viel besser als auf Big, ihre Stärken fortzuführen und gleichzeitig neues zu probieren. In The Sellout, dem ersten Track, geht es gleich wieder um eines ihrer Lieblingsthemen: die gescheiterte Beziehung. In der Strophe ist Macy laut, kämpft "Take a picture cuz it's always changing - But I wanna hold on to you - Yes I wanna hold on to you", sie fordert und scheint für einen Augenblick fast schon stark, doch dann gesteht sie im Refrain, leise "I'm out on a limb - I'm giving in". Für mich kann nur Macy das: in einen Song so völlig verschiedene, widerstreitende Seiten eines Gefühls packen und sie darin ausleben.

Auf The Sellout, dem Album, findet Macy auch zu etwas zurück, das ich an ihren ersten drei Alben fast schon verehre: sie schert sich nicht allzu sehr um Erwartungen, tut, was sie will. Lately ist vielleicht Disco, fast schon Retro, darauf kommt mit Kissed It ein stampfender Gröl-Song. Mit Beauty in the World hat Macy die vielleicht bislang schönste Hymne für ihr Credo der Lebensfreude abgeliefert. Und es ist ganz typisch Macy, dass sie das einfach wiederholt, immer wieder, vielleicht nervt das, sicherlich ist es nicht filigran. Genau das ist aber eben Macy Gray. Das stille Let You Win zeigt wieder ganz Zerrissenheit, das "Ohne dich geht es nicht, aber mit dir schon gar nicht". Macy ist hier ganz zerbrechlich. Dann kommt wieder diese völlig schräge Nummer, die eigentlich auf jedem ihrer Alben drauf ist. "I've committed murder" war das auf dem ersten, die Polka "Oblivion" auf The ID, "My fondest childhood memories" auf dem dritten Album (als Kind rettet sie darin die Ehe ihrer Eltern, indem sie ihren Babysitter und den Liebhaber ihrer Mutter umbringt), "Strange Behavior" auf Big und auf dem jetzigen Album ist das "That Man". Wer Macy nur für ihr "I try" liebt, das ihr gleich den großen Durchbruch brachte, wird diese Songs hassen. Ich halte sie nur für konsequent: Macy tut, was sie will. Auch auf The Sellout bleibt sie sich hier treu. "Stalker" ist musikalisch sicherlich stark von Kiss von Prince inspiriert. Ziemlich cool. Und dann gibt es da ein neues Thema: die Erfahrung, im Erfolg im Musik-Business umschwärmt zu sein und sich allein zu finden, wenn mal eine Platte floppt. Macy verbindet dieses neue Thema im Schlußsong "The Comeback" mit ihren anderen großen Themen, der Unsicherheit ihrer selbst ("Maybe if I was more pretty"), der gescheiterten Beziehung und der Wunsch, sie zurückzuhaben. Vielleicht ist Macy hier so verletzlich und zerbrechlich wie noch nie, vielleicht, weil sie ihren Refrain genauso an den Verflossenen richtet wie auch ihre Fans. "If I comeback - Would you take me back - If I told you that - I haven't changed a bit - Baby, would you go for it? - Would you take me back?"

Macy ist zurück, ganz sicher. Wie gesagt, nicht mit ihrem größten Album. Aber es ist Macy Gray im Jahre 2010, ein sehr gutes Album. Es ist gut, dass sie wieder da ist.
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