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The Selected Works of T.S. Spivet
 
 
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The Selected Works of T.S. Spivet [Englisch] [Taschenbuch]

Reif Larsen
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 374 Seiten
  • Verlag: Vintage, London (7. Oktober 2010)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0099555190
  • ISBN-13: 978-0099555193
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 2,7 x 23,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.803 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Reif Larsen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

T.S. Spivat, mit einer etwas verschrobenen Familie und dem Talent ein brillianter Kartenzeichner zu sein, gewinnt einen hochdotierten Wissenschaftspreis. Doch niemand ahnt, dass er erst 12 Jahre alt ist.

Über den Autor

Reif Larsen, geb. 1981, lebt in Brooklyn, USA. Er schreibt, macht Dokumentarfilme und unterrichtet an der Columbia University.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Was dem Leser dieses Romans schon beim ersten Blättern auffällt, ist die originelle graphische Aufmachung. Die "selected works", von denen im Titel die Rede ist, das sind vor allem Graphiken und Illustrationen, für die der 12 jährige T. S. Spivet in Washington mit einem Preis ausgezeichnet wird und die im Buch zur Illustration der Handlung am Rand neben den Text platziert sind. Ebenfalls am Rand erscheinen - durch gepunktete Linien mit Textstellen verbunden - kleine Exkurse und Randnotizen. Das könnte natürlich einfach eine alberne Spielerei sein. Ist es aber nicht. Mehr noch als die Illustrationen dienen diese Randnotizen nicht nur zur Illustration und als expliziter Kommentar. Sie verweisen gewissermaßen symptomatisch auch darauf, dass der Erzähler zu seiner Geschichte ein gespaltenes Verhältnis hat.

Ja die Geschichte: Da geht es zunächst einmal um die Reise des Jungen aus dem immer noch irgendwie wilden, vor allem aber auch provinziellen, Montana ins entfernte Washington D. C. Im renommierten Smithsonian Institute soll er einen Preis für seine Werke entgegennehmen. Allerdings wissen die Verantwortlichen noch nicht, dass der Künstler erst 12 ist. Weil er kein Geld hat, springt er zunächst als Hobo auf einen Zug, der ihn nach Chicago bringt, und von dort geht es, mittlerweile schwer verletzt, im Truck weiter nach D. C. Soweit ist es eine Art literarischer Roadmovie. Da T. S. als zwar hochbegabter, insgesamt aber eigentümlich unreifer Junge aufbricht und deutlich gereift im Osten ankommt, trägt das Buch auch Züge eines Adoleszenzromans. Ein Kampf mit Messern mit tödlichem Ausgang und einige andere spannende Szenen verleihen der Geschichte Aspekte eines Abenteuerromans. Und eingelagert in die Reisehandlung findet sich auch noch eine Geschichte, die der Protagonist eher zufällig stößt: ein Notizheft seiner Mutter entpuppt sich als eine von der Mutter verfasste halbfiktive Lebensgeschichte einer Ururgroßmutter von T. S., die als erste Geographin auf einer Expedition in den Westen zog, sich verliebte und dort blieb. Ein Schuss spielerischer postmoderner Reflexion auf den Sinn des Erzählens überhaupt und des historische Erzählens im Besonderen also. Ein insgesamt recht weites episches Panorama, das mit viel Liebe zum Detail erzählt und illustriert und kommentiert wird.

Die unbekümmerte Fabulierfreude erscheint hier allerdings gebrochen. Der Strom des Erzählens wird durch die Randnotizen nicht nur ergänzt, sondern oft auch unterbrochen. Während sich der Protagonist in der erzählten Gegenwart wacker in Richtung Osten vorkämpft, wird er immer wieder eingeholt von der traumatischen Erinnerung an Tod des Bruders einerseits und von Einsichten in die fehlende Nähe zu den Eltern andererseits. T. S. ist ein begnadeter Zeichner und ein (etwas überzogen dargestellt) extrem belesener und sprachlich sehr differenzierter junger Wissenschaftler. Vor allem aber wird er verfolgt von Schuldgefühlen und Gedanken an eine Familie, die irgendwie zwar funktioniert, die sich aber unter der Oberfläche als Ensemble isolierter Egozentriker entpuppt. Was den Rest der Familie zwar nicht glücklich erscheinen lässt. So richtig darunter leiden tut aber offenbar nur der Protagonist, weil der das Pech hat, mit leicht autistischen Zügen zu intelligent und etwas sensibler als die anderen zu sein.

Ein Roman, das den Leser oft schmunzeln lässt, aber immer wieder auch anrührt und zum Nachdenken anregt. Ein komisches und gleichzeitig trauriges Buch. Sehr lesenswert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die ganz einfache Lektüre ist "The Selected Works of T.S.Spivet" sicher nicht. Die spielerische Technik der illustrierten Randnotizen mag ästhetisch brilliant sein, den Lesefluss stören sie letztlich doch etwas. Der Fließtext bleibt immer kohärent, die Randnotizen jedoch enthalten häufig überraschende thematische Abschweifungen. Hier muss man sich als Leser schnell eine möglichst effiziente neue Lesetechnik zulegen, um Reif Larsens Erstlingswerk genießen zu können.

Larsen greift auf breite Stereotypen zurück, um seine Helden zu charakterisieren. Die traditionsverhafteten "letzten Cowboys" des Westens, die besessenen Wissenschaftler in Gegenwart und Vergangenheit, die Pionierinnen im Kampf für die Emanzipation der Frau und insbesondere auch die scheinbar infunktionale Familie: Sie alle werden liebevoll beschrieben und gewinnen so in Larsens Welt ihre Existenzberechtigung.

Mit der Erwartung eines Abenteuer/Reiseromans bin ich an dieses Buch herangegangen, und der Klappentext geht auch sehr in diese Richtung. Die Vorstellung ist etwas überzogen: Zwar gibt es definitive Elemente dieser Stilrichtung, der gesamte Mittelteil des Romans hat jedoch einen ganz anderen, wesentlich ruhigeren Charakter. Zuletzt rutscht Larsen sogar in etwas fantastische Gefilde, gibt einer fast allmächtigen Geheimgesellschaft Raum. Im Vordergrund stehen jedoch stets die Gefühle und der Reifungsprozess des kleinen Hauptdarstellers. Die Auflösung der Geschichte war für mich sehr akzeptabel, entspricht sie doch der durchaus noch etwas eingeschränkten Sicht des Protagonisten. Mit wesentlichen neuen Informationen zur Einschätzung seiner Umwelt, seiner Mitmenschen, seiner Träume, seiner Vergangenheit und Zukunft lässt Larsen seinen Helden T.S.Spivet zurück, noch bevor dieser seine üblichen Karten davon zeichnen konnte. Es bleibt dem Leser überlassen, den gedanklichen Stift zu übernehmen und neue Verbindungslinien auf der Landkarte zu ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wunderschöne Aufmachung 3. Januar 2010
Von Villette TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Besonders wegen der Aufmachung erhält dieses Buch von mir 5 Sterne. Die vielen Randbemerkungen und Zeichnungen sind liebevoll gestaltet und enthalten Informationen, die die Welt nicht braucht - so denkt man. Aber da hat man sich getäuscht. Jede Karte, die T.S. zeichnet, ist ein Versuch, ein Stück Information für sich hinzuzufügen, um die Welt im Ganzen zu verstehen. Jede Information hat ihren Platz, besonders da es sich um Tatsachen handelt im Gegensatz zur Forschung von T.S.' Mutter, die schon seit 20 Jahren vergeblich auf der Suche nach einem Phantomkäfer ist und daher die Wissenschaft und die Welt nicht weiterbringen konnte. Was die Geschichte selbst angeht, so schwankt sie meiner Meinung nach zwischen 4 und 5 Sternen. Sie hat ihre Längen, ist manchmal etwas überzogen und natürlich im Ganzen völlig unglaubwürdig, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Wer viel Zeit hat, kann sich in dieses Buch fallen lassen und mit T.S. versuchen, die Geheimnisse der Welt und des Lebens zu erkunden. Die wissenschaftliche Reise in die Geheimnisse der Welt wird auf zweiter Ebene durch T.S.' Abenteuerreise gen Osten fortgeführt. Besonders Spaß machen dabei die Stellen, in denen T.S. den Mangel an Kreativität, Verständnis und Forschungsgeist seiner Lehrer entlarvt, die ihm offensichtlich nicht besonders viel beibringen können. Gleich dananch kommt die eingebettete Geschichte seiner Ur-Ur(?)-Großmutter, der ersten Forscherin in seiner Familie. Was aber am meisten berührt, sind die kleinen Anmerkungen zum Leben und Tod seines Bruders, die T.S. fast unsichtbar versucht einzustreuen, denn über seinen Bruder wird nicht mehr gesprochen. Das heißt aber nicht, dass T.S. damit umgehen kann, besonders da ihn starke Schuldgefühle plagen. Sehr bezaubernd und empfehlenswert.
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