Ja ist es, und warum eigentlich nicht? Wenn die Qualität der Songs stimmt - und das tut Sie, fast alles Ohrwürmer, die man schon nach dem ersten mal anhören mitsummt - Kunststück; sowas - können nicht viele. Die Stimme klingt sehr angenehm etwas rau, wie eine zartere Version von Kelly Jones (Stereophonics), und der Typ kann auch singen. Die Dynamik der songs ist ausgezeichnet, reisst einen mit und man hat den Gesamteindruck, als ob diese Songs alles schon uralte Kumpel wären die man schon ewig kennt - tut man aber nicht.
Vergleiche mit Maroon 5 sind durchaus legitim, übrigens: tolle Texte haben die auch, sind zuweilen richtige Geschichtenerzähler. Das einzige was man diesem Album ankreiden kann ist - es ist halt alles ein bisserl zu glatt produziert, clever aber, weil es flirtet immer so ganz leicht mit dem Indiepop, um es auch für ,alternative' Sender spielbar zu machen; allerdings müssen die Jungs verdammt aufpassen, daß ihnen der Balanceact zwischen - sagen wir mal - poppigen Stereophonics auf der einen, und der Kommerzler Partie a la James Blunt und James Morrison auf der anderen Seite auch weiterhin gelingt. Diesmal geht's grad' noch, aber bei dem songwriting Potential können sie sich zukünftig ruhig mehr Ecken und Kanten erlauben und sich durchaus mal einen Indie-Producer holen. Würde das ganze sogar noch sympathischer machen. So bleibt es in diesem Sommer aber immerhin - gemeinsam mit Jason Mraz - die süßte Versuchung im Mainstream Pop, aber ich bin mir sicher - da geht noch viel viel mehr.