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Doch der erste Eindruck trübt. Um genauer zu sein: die drei Herren sind als Arkadier die letzten Vertreter ihres Volkes und als solche -- so man sie gut genug bezahlt -- begnadete Söldner. Genau die hat die freie Menschheit etwa 5.000 vor Christus auch bitter nötig, möchte sie nicht unter das grausame Regiment des Memnon fallen. Ein Herrscher, der dank seiner Seherin Cassandra jeden Gegner mit spielerischer Leichtigkeit aus dem Weg räumt. Somit ist das Missionsziel der drei Söldner klar: weg mit der schönen Cassandra! Aus dem scheinbar leichten Job wird für Mathayus eine Heldenfahrt, an deren Ende sein Schicksal als der Scorpion King besiegelt wird.
Wirklich niemand hatte Ende der 90er-Jahre ernsthaft auf einen derartig großen Erfolg des Indiana-Jones-Epigonen Die Mumie von Regisseur Stephen Sommers wetten mögen. Doch Sommers, seinen Hauptakteuren Brendan Fraser, Arnold Vosloo sowie Rachel Weisz gelang es, ein bewährtes Konzept mit so viel herzerfrischendem Enthusiasmus auf die Leinwand zu bringen, dass die Kassen enorm klingelten und schließlich mit Die Mumie kehrt zurück ein ebenfalls erfolgreiches Sequel nachgeschoben werden konnte. In Die Mumie kehrt zurück erhielt Brendan Frasers Nemesis Imhotep (Arnold Vosloo) mit dem legendären Skorpionkönig ebenfalls ein veritables Problem auf den untoten Hals, der wiederum von Wrestling Star Dwayne "The Rock" Johnson gegeben wurde. Und da der Charakter des Skorpionkönigs und sein Darsteller gut bei den Fans ankamen, widmeten ihm die Verantwortlichen mit The Scorpion King schließlich einen ganz eigenen Film.
Vergleicht man The Scorpion King nun mit seinen beiden Vorgängern -- deren Prequel er sein soll -- fällt auf, dass er mit diesen außer dem Helden und dem Ideenlieferanten (Stephen Sommers) relativ wenig gemein hat. Regisseur Chuck Russell setzte nicht einmal auf ausufernde Spezialeffekte wie es das Mumienduo getan hat, sondern verband rustikale Action-Szenarien im Stile von Conan der Barbar mit altbewährten, sehr hübschen pyrotechnischen Effekten. Mit wirklich viel Mut verlässt sich The Scorpion King fast völlig auf seinen bis dato kinotechnisch relativ unerfahrenen Hauptdarsteller Dwayne Johnson, zitiert sich ungeniert quer durch die Abenteuerfilmgeschichte -- und gewinnt dabei. Ohne sich selbst allzu ernst zu nehmen, macht The Scorpion King einfach nur großartigen Spaß und --ja -- durchaus Lust auf mehr. --Constanze Quanz
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Die Handlung ist nicht Anspruchsvoll - jedoch soll dieser Film in erster Linie auch "nur" unterhalten.
Dem aufmerksamen Zuschauer werden versteckte Anspielungen auf diverse andere Abenteuerfilme auffallen (z.B. hinter Gong vor Pfeilen verstecken und flüchten - wer denkt da nicht an Indiana Jones II, auflauern eines Gegener hinter einer Sandwand (Gruß von Rambo II) und viele mehr).
Es macht Spaß, den Film zu sehen und immer wieder neue Details zu finden, mit denen der eigene Film und das Genre nicht immer ganz ernst genommen wird.
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