Dies ist wohl das erfolgreichste Album des Hip Hop- Trios. Und das ist auch absolut kein wunder. Ich selbst muss ja sagen, dass ich sonst eigentlich nicht unbedingt auf Hip Hop stehe, aber bei dieser Platte ist das was anderes. Sie ist wahnsinnig abwechslungsreich und kreativ. Vor allem bei der musikalischen Untermalung hat das Refugee Camp perfekte Arbeit geleistet. Die Stimme der Leadsängerin Lauryn Hill hat einen fast um, und zwingt einen sozusagen zum mitsummen. Lauryn Hill ist ja sowieso die Aretha Franklin der Neuzeit ( Unbedingt mal in ihre Soloscheibe "The Misseducation of L.H." reinhören). Aber auch die Leistungen ihrer beiden männlichen Kollegen sollte man nicht verachten. Pras und Wyclef Jean sind die soliden Stützen des Albums. Am besten gefallen mir noch "Killing me softly"(das die meisten Hörer wohl schon als Shirley- Bassey- Version noch kennen) und "No woman, no cry" (Bob Marley!). Auch wenn beide Songs nur cover Versionen sind, habe sie trotzen klasse und einen eigenen Fugee- Charakter. Zu den besten "eigenen" Songs gehören auf jeden Fall "Ready or not" und "Fu-gee-la", wobei letzteres in drei verschiedenen Versionen auf der Scheibe vorhanden sind. Wenn einem diese Platte gefällt, sollte man sich auch mal unbedingt die Solowerke der drei Künstler anhören (Wyclef Jean: Pres: The Carnival; Pras: Getto Superstar!)