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The Saragossa Manuscript [UK Import]
 
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The Saragossa Manuscript [UK Import]

Zbigniew Cybulski , Joanna Jedryka , Wojciech Has    Nicht geprüft   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Zbigniew Cybulski, Joanna Jedryka
  • Regisseur(e): Wojciech Has
  • Format: Import
  • Sprache: Polnisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: MR BONGO
  • Erscheinungstermin: 28. April 2008
  • Produktionsjahr: 1964
  • Spieldauer: 182 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0013KAAX8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 51.237 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

In the Napoleonic wars, an officer finds an old book that relates his grandfather's story, Alfons van Worden, captain in the Walloon guard. A man of honour and courage, he seeks the shortest route through the Sierra Morena. At an inn, the Venta Quemada, he sups with two Islamic princesses. They call him their cousin and seduce him; he then wakes beside corpses under a gallows, and meets a hermit priest and a goatherd. Each tells his story... he wakes again by the gallows. After being rescued from the Inquisition, he meets a cabalist and hears more stories within stories, usually of love. Eventually he returns to Venta Quemada, where the women await with astonishing news...

Produktbeschreibungen

Vereinigte Königreich Edition, PAL/Region 0 DVD: TON: Polnisch ( Dolby Digital 2.0 ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: Anamorphic Widescreen, Foto-Galerie, Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Alfons (Zbigniew Cybulski) is a young army captain who meets two women of Moorish ancestry at what appears to be a deserted inn near Madrid. They tell Alfons he is the descendant of a noble family and that he must undergo a series of challenging missions to prove himself. A magician tries to take his soul, and he is visited by ghosts near the mountains of Madrid. Author Jan Poticki committed suicide a year after the symbolic and allusive book this movie was based on was published. SCREENING/VERGEBEN IN: Kino-Verfasser-Kreis-Preise, Spanien, ...The Saragossa Manuscript ( Rekopis znaleziony w Saragossie )

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beobachtung des Unsichtbaren 23. Februar 2010
Von Paramitas
Dieser polnische Film aus dem Jahre 1965, eine Verfilmung des literarischen Meisterwerkes von Jean Potocki, ist zugleich eine Reise ins Unbewusste wie eine in das Übernatürliche. Die Geschichte, wie die Romanvorlage zu uns heute gekommen ist, erscheint nicht weniger ungewöhnlich, als die Geschichten die in dieser erzählt werden.
Geschrieben von einem polnischen Aristokraten zwischen 1797 und 1815 ursprünglich auf französisch als Manuscrit Trouvé à Saragosse, wurde dieses Buch erst 1847 in die Muttersprache des Autors zurückübersetzt. Aber damit nicht genug: Als 1989 eine neue französische Ausgabe herausgebracht wurde mussten viele Stellen aus dem Polnischen zurück ins Französische übersetzt werden, weil inzwischen einiges vom Ursprungstext verloren gegangen war. Die erste englische Version des Textes erschien erst 1960.

In der Handlung, dessen zahlreiche Anspielungen auf die jüdische Mystik, die beginnende Aufklärung und die sich ankündigende Romantik mit der spanischen Kulturgeschichte verschmelzen, verzweigen sich Geschichten innerhalb von Geschichten. Film wie Roman spielen im Spanien der Inquisition. Nach älteren Berichten waren von 1478 bis 1530 neunzig Prozent der in Spanien Angeklagten zum Christentum konvertierte Juden, die angeblich an ihrem früheren Glauben festhielten. Im Polen des Kalten Krieges gedreht, ist die Verfilmung voll mit Verweisen auf die Unterdrückung der Kunst und der Menschenrechte.

Auch wenn als Inspiration für den Roman eindeutig die Erzählungen aus 1001 Nacht oder Il Decamerone, der Sammlung von 100 Novellen, die der Feder von Giovanni Boccaccio entstammen, gelten können, ist doch mehr als erstaunlich wie Potocki hier durch eine Beschreibung der Ausleuchtung des Unterbewussten durch den Verstand quasi die Psychoanalyse, die Postmoderne und schließlich das nun beginnende Zeitalter der Anerkennung der Existenz des Übernatürlichen vorwegnahm.

Der Film ist in herrlichsten Cinemascope. Die Kameraarbeit von Mieczyslaw Jahoda bedient sich langer Einstellungen in exquisit ausgeleuchteten Kulissen. Unübertroffen.

Ebenfalls bis heute wohl so nicht im Film mehr gesehen, ist das freie Spiel zwischen Realitätsschichten, die sich gegenseitig, vor dem Auge des Beobachters und ebenso hinter dem Rücken der Handenden, hervorbringen. Das Mittel, dessen sich die klassische Malerei bediente, um uns zu verstehen zu geben, dass in ihren Kompositionen dieses oder jenes als unsichtbar betrachtet werden müsse, war üblicherweise eine dünne Wolke, in welche ein Teil der mithandelnden Personen eingehüllt ward. Wie Lessing es im Laokoon beschreibt, haben sich die Maler auch in diesem Falle wohl bei Homer angelehnt, der seine Helden ein ums andere Mal von einer rettenden göttlichen Macht durch einen dichten Nebel einhüllen ließ. Seit dem ist wohl das Einhüllen in Nacht und Nebel eine Redensart fürs unsichtbar machen. In diesem Film werden die Realitätsschichten aber nicht durch poetische Redensarten oder spanische Wände voneinander getrennt, sondern jede Begegnung zwischen Menschen wird hier zu einer theatralischen Grenze, verwandelt das Geschehen in eine wahre Hieroglyphe, ein bloßes symbolisches Zeichen, das die Helden vor unseren Augen nicht unsichtbar macht, sondern den Betrachtern zuruft: Ihr müsst Euch selbst vorstellen, was an dieser Szene gerade sichtbar ist und was nicht. (Früher gab es dafür in Gemälden Zettelchen, die den Figuren aus den Mündern hingen, und womit angedeutet wurde, dass bestimmte Personen gerade von den Göttern unsichtbar gemacht wurden.) Das Verfinstern von Augen oder das Entrücken von Personen ist in diesem Film also kein willkürliches Mittel oder gar Effekthascherei wie im spektakulärem Kino der vergangenen 40 Jahre, sondern natürlicher Teil einer Inszenierung, in der Wahn, Traum und Realität in immer neuen Verhältnissen miteinander abgemischt werden, bis... ja, bis sich so etwas wie wirkliche Freiheit von jeder Illusion ergibt. Eine Art Erhöhung des sterblichen Gesichts. Oder wie heißt es einmal in diesem Film an einer Stelle, auf Sokrates anspielend:
We are like blind men lost in the streets of a big city. The streets lead to a goal, but we often return to the same places to get to where we want to be. I can see a few little streets here which, as it is now, are going nowhere.
New combinations have to be arranged, then the whole will be clear, because one man cannot invent something that another can not solve.

Die original version mit fast 180 Minuten war lange Zeit gar nicht zu sehen. Amerikanische Verleiher schnitten den Film 1965 um fast 1/3 auf 125 Minuten herunter. Erst 1995, durch den Einsatz von Jerry Garcia, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola konnte aus einer einzigen erhaltenden Kopie die noch aufzutreiben war die vollständige Fassung rekonstruiert werden. Sie wurde restauriert und 1997 beim NY Film Festival präsentiert.
Im Jahre 2002 gab es eine unerschwinglich teure limitierte Auflage als DVD. Erst 2008 wurde der Film, durch eine weitere DVD- Version, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Saragossa Manuscript (Rekopis znaleziony w Saragossie) is a classic Polish film directed by Wojciech Has. The story is not straightforward and resembles a complicated tapestry. It begins with two men from opposing armies finding a book during the Napoleonic wars in Spain. The book describes the adventures of one of the soldier's ancestors, Alfonse Van Worden (Zbigniew Cybulski). We watch Van Worden's adventures and the people he meets tell him their stories. Like a nesting egg, the movie becomes a story in a story in a story. The stories interlink and overlap, each filling us in with details the others where not aware of.

The Saragossa Manuscript looks beautiful in black and white, its music is just as appealing and acts as a frame to this wonderful portrait. The theme of this film also adds to its richness as it combines the supernatural with great storytelling. It nearly resembles a horror with creepy ghosts and ghouls, but is also humorous and erotic. The buxom women in this film are beautiful and give it an alluring aura and invigorating energy. Albeit the story is sophisticated, many of the tales are about normal people and even resemble a romance at times. We are left to wonder if the supernatural events are actual or just tricks.

I think The Saragossa Manuscript is absolutely delightful. Running three hours in long, every minute is enjoyable and adds to the overall story. I consider it to be a one of the best Polish movies of all time and may even appeal to those who usually don't watch world cinema.
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