The Rule of Four wird in vielen Rezensionen mit Dan Browns "DaVinci Code" verglichen. Das einzige was diese beiden Bücher verbindet ist, dass in beiden gerätselt wird. Doch die Bücher sind grundlegend verschieden. The Rule of Four ist kein Thriller. Von der ersten Seite ist klar, dass The Rule of Four ganz anders gelagert ist, als Dan Browns "DaVinci Code" und somit dieser Vergleich von vorne herein unsinnig ist.
Hypnerotomachia Poliphili, ein im Mittelalter in Italien geschriebenes und gedrucktes Buch, liegt im Zentrum von The Rule of Four. Die Liebe zu dieses Buch, der Ehrgeiz das Rätsel um dieses Buch zu lösen, der Ruhm den man bekommt, wenn man alle Rätsel des Buchs gelöst hat oder gar den Sinn des Machwerks erklären kann führt zu Liebeskummer, Ruhm, Raub und Mord. Das Buch webt sich um zwei befreundete College-Studenten und deren Umfeld. Toms Vater hat versucht Sinn oder Unsinn der Hypnerotomachia Poliphili zu ergründen, Toms Zimmerkammerad Paul ist durch ein Buch, das Toms Vater geschrieben hat, in den Bann der Hypnerotomachia Poliphili geraten und bringt Tom wieder in Kontakt zu dem rätselhaften Buch. The Rule of Four erzählt aus Toms Sicht was um Ostern in deren letzten Jahr in Princeton abspielte, wenn Paul noch Stunden hat, sein Thesenpapier zur Hypnerotomachia Poliphili seinem Proffessor als Abschlussarbeit vorzulegen. Der Leser selber braucht von Hypnerotomachia Poliphili nichts zu wissen, um sich an dem Buch zu erfreuen. Es ist eine Coming of Age Geschichte die wie ein Krimi wirkt und durch das Rätsel der Hypnerotomachia Poliphili zusammengehalten wird.
Dieses Buch wird mögen, der Dramen mag und sich in die verschiedenen Charakteren hinein versetzen möchte. Es taugt nicht für Menschen, die einen Police Procedural suchen oder einen klassischen Who Done It erwarten. Es geht um Liebe, Macht und die Verführbarkeit von Menschen, die sich einer Leidenschaft verschrieben haben. Der Mord ist hier als Kathalysator für die Geschichte nur Nebensache.