Ja, tut es, wie Sepultura auf dieser CD einwandfrei beweisen.
Die Melodien stehen wie immer eher im Hintergrund, das Augenmerk wird hier wie immer auf brachialen Sound gelegt, viel Verzerrung, und selbstverstaendlich laesst sich Max Cavalera bei seiner letzten Aufnahme mit Sepultura zu keinem klaren Ton hinab.(wobei angemerkt sei, dass er dazu wahrscheinlich noch nie faehig war, und jetzt mit Sicherheit nicht mehr ist!)
Jedoch faellt auf, dass die Musik deutlich an Schnelle verloren hat, jedoch eine staerkere rhythmische Komplexitaet und die Rueckkehr zu den Wurzeln der Band, die ja in Brasilien liegen, praktiziert werden.(der Albmtitel und die Coverillustration beziehen sich ebenfalls darauf)
Die Rueckkehr zu den Wurzeln findet in diesem Fall durch den Einsatz klassischer brasilianischer Instrumente, z.B. dem Berimbau, einem aus einem hohlen Kuerbis,einer Griffstange und einer Metallsaite bestehenden, mit einem Stein gespielten Instrument, und, ganz besonders der Trommeln.
Herausragend fuer die Trommeln sind "Ratamahatta" und "Breed Apart". Fuer Trashfans gibt es hier z.B. Roots, Bloody Roots und einige andere Songs, die granatig beginnen, mit dicken Riffs. Die Texte thematisieren meist Wut und Elend in den Favelas, den brasilianischen Slums,oft auch Erhebungen und Kaempfe.
Bei Breed Apart wird ein Zwischenteil aufgefahren, der fast fuer Capoeira geeignet ist.
Auf der 2ten CD gibt es Raritaeten, z.B. Demos und nicht veroeffentlichte aeltere Songs, wobei insbesondere die primitiven Demos von der ersten EP, Bestial Devastation, humorvoll ins Auge faellt.
Die 2te CD rundet das musikalische Angebot der ersten CD, die sich ja stilrichtungstechnisch hinausbewegt, durch den alten Sepulturastil ab, deckt so eigentlich die gesamte Pallette der Band ab, und bildet somit ein wuerdiges letztes Studioalbum mit Max Cavalera vor dessen Wechsel zu Soulfly.