Das was für die meisten vielleicht als unmöglich gilt, wird hier ad absurdum geführt, denn Tim Fries und eine Heerschar von Helfern zeigen und beweisen, dass es möglich ist die Stones zu covern ohne eine Bauchlandung zu vollziehen. Es ist schon verwunderlich was die vielen Musiker hier bieten, denn normalerweise enden solche Aktionen fast immer grauslich, steril und unendlich langweilig. Nicht so bei diesem Werk. Alle Stücke strahlen eine Frisdche aus, als wären sie gestern erst komponiert worden, unglaublich. Das geht zum großen Teil natürlich auf die Kappe von Tim Ries, der die Stones schon oft live auf seinem Saxophon begleiten durfte. Aber auch die vielen Topmsiker ordnen sich dem Projekt unter und bringen ihre individuelle Klasse ein, so dass es nicht nach Allstar - Treffen muffelt.
Für den typischen Stones - Fan absolut ungeeignet, dürften Jazzfans ihre wahre Freude an dieser CD haben, denn der Jazz steht hier ganz klar im Vordergrund. Die Songs sind so umarrangiert worden, dass man sie teilweise gar nicht mehr erkennt oder erst auf den zweiten Blick. Was den Stücken aber in keinster Weise schadet, sondern im Gegenteil, völlig neue Perspektiven zeigt.
Die Musikerliste ist lang und edel: Larry Golding hammondorgan, Bill Frisell + John Scofield guitar, Norah Jones, Sheryl Crow, Bernard Fowler, Lisa Fischer vocals, John Pattitucci + Darryl Jones bass, und da wären noch die Stones Watts, Richards und Wood. Also ein Who Is Who der aktuellen Musikszene, die alle ihren Spass hatten, zumindest klingt es danach.