Triosphere sind kein Trio wie man dem Namen nach denken könnte und sie zocken auch trotz Sängerin keinen Gothic Metal! Die vierköpfige Truppe aus Norwegen spielt auf ihrem Zweitwerk "The Road Less Travelled" eine Melange aus Heavy Metal und Hard Rock. Hierbei passt der raue und ausdrucksstarke Gesang von Frontfrau / Bassistin Ida Haukland sehr gut. Diese Mischung lässt die 2004 gegründete Band aus dem Meer der Veröffentlichungen genauso heraus stechen wie das superbe Artwork, welches eine LP- Veröffentlichung geradezu verlangt. Ein kluger Schachzug von AFM Records diese Band mit ihrem zweiten Werk unter Vertrag zu nehmen, dürften doch die Metalfans die Band als Vorgruppe von WASP und Arch Enemy die letzten Jahre erleben. Dabei hätte ich nach den soliden, aber etwas steifen Liveshows nicht gedacht so ein Hammeralbum zu bekommen.
Musikalisch ist das Tempo eher gemäßigt, die Stücke haben Inas Stimme im Mittelpunkt, dazu machen die Gitarren ordentlich Druck, so dass ich den US-Metal als Orientierungspunkt sehe, nicht nur wegen der stimmlichen Nähe zu Chastain. Dazu passt auch der Sound der Scheibe und das Weglassen der in Skandinavien üblichen, penetranten Keyboardteppiche. Triosphere punkten auch bei den melancholischen, leisen Stellen, die mit dezenten Streicher-, Klavier - oder Orchestersounds wie bei "Marionette" aufgepeppt wurden und einfach nur Gänsehaut erzeugen. Die Scheibe hat wirklich keinen schlechten Song, klingt wie aus einem Guss und könnte statt 2010 auch 1990 erschienen sein, da es einfach zeitlose Musik ist.
Ich denke das ist eines der schönsten Komplimente, was man einer Band machen kann!