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Der Film verschweigt, ebenso wie der Roman, was das kataklysmische Ereignis war. Von Bedeutung ist es im Grunde auch nicht, für die Figuren ebenso wenig wie für den Zuschauer. Weit wichtiger ist, wie diese Welt nach dem Ende der Zivilisation aussieht. Die Sonne ist verdunkelt, der eingegangenen Flora folgte die Fauna - und was übrig geblieben ist, sind die Menschen. Wenn man die meisten derjenigen, die diese Welt noch bevölkern, überhaupt noch als solche bezeichnen will. Cormac McCarthys Geschichte ist eine realistische Betrachtung dessen, was passiert, wenn das Korsett der Zivilisation zerrissen wird. Er zeigt uns eine Welt auf, in der der Mensch selbst fast schon zur einzigen Ressource geworden ist. Der größte Teil derer, die in dieser Welt überlebt haben, hat alle Moral hinter sich gelassen. Aber diese Welt macht keinen Unterschied mehr zwischen Gut und Böse, Falsch und Richtig, Schwarz und Weiß. Von der ersten Minute an, in der man als Zuschauer in dieses düstere Ebenbild unserer eigenen Welt geworfen wird, ist eines ohne jeden Zweifel klar: Was man hier sieht, ist das langsame Sterben nicht nur einzelner wie Vater und Sohn, sondern einer ganzen Spezies. Dass THE ROAD in den USA mehrmals verschoben wurde, überrascht nicht. Dass der Film überhaupt gedreht wurde, hingegen schon. Denn THE ROAD ist eines der düstersten und deprimierendsten Stücke Film, die das Kino in mehr als 100 Jahren Historie hervorgebracht hat. Es ist bedrückendes Zeugnis eines Überlebenskampfs, der Tag für Tag härter wird und der kaum noch Momente des Glücks bereithält. Dies ist ein Film, der zur Tortur werden kann, denn diese Welt bar jeder Hoffnung ist extrem aufzehrend. Entertainment ist dieser Film nicht, er ist hingegen eine intellektuelle Offenbarung - die hier gebotenen Gedankenspiele wiegen mehr als die Anflüge von Spannungsmomenten. Was jedoch am weit erstaunlichsten an diesem Film ist, ist die Tatsache, dass er trotz all des Grauens und des Leids etwas bereithält, das nicht nur für die postapokalyptische Welt von THE ROAD, sondern auch für unsere Gegenwart maßgeblich ist. Eine Botschaft, die wie ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit brennt: Dass wir unsere Menschlichkeit niemals aufgeben dürfen, komme, was da wolle! Fazit: Emotional schlauchender, aber intellektuell befriedigender Film mit zwei großartigen Hauptdarstellern.
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben des Films sind gewollt trist und matt. Eine kalte, düstere und beklemmende Atmosphäre wird erschaffen. Farblich immer stimmig. Rauschen ist kaum erkennbar und die Kompression arbeitet ebenfalls großteils ohne auf sich aufmerksam zu machen. Der Kontrast ist ausgewogen (00:26:18) und lässt Vorder- und Hintergründe gut korrellieren. Details sind bei Nahaufnahmen sehr schön gezeichnet, so die Textur eines Pullovers bei 01:04:42). Der Ton ist in beiden Sprachfassungen gut. Effekte sind gezielt eingesetzt und sorgen ebenso wie Umgebungsgeräusche für Atmosphäre. Denn in der Welt des Films sind Geräusche auch immer mit Gefahr verbunden. Neben einem informativen Audiokommentar mit Regisseur John Hillcoat gibt es auch ein Interview mit diesem. Das Making Of ist kurz und unergiebig. Eine Handvoll entfallener und erweiterter Szenen ist vorhanden. Allesamt sind sie interessant, vor allem die letzte, die zeigt, dass der Junge sicher sein wird. --movieman.de
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Der Mann erwacht mitten in der Nacht und muss mit seiner Frau und seinem Sohn feststellen, dass die Welt, die er kannte, restlos ausgelöscht ist. Nachdem die Frau aus Verzweiflung verschwindet, macht er sich gemeinsam mit dem Jungen auf den Weg durch ein ausgestorbenes Amerika, in dem jeder Überlebende ein potenzieller Todfeind ist. In einem Einkaufswagen sammeln sie all ihren letzten Besitz, um sich für den Überlebenskampf zu rüsten, immer auf der verzweifelten Suche nach einem Hoffnungsfunken.
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Cormac McCarthys "Die Straße" gilt als die bislang vielleicht größte literarische Leistung des jungen Jahrtausends. Der Australier John Hillcoat ("The Proposition") erweckt die postapokalyptische Mär vom Überlebenskampf eines Vaters und seines Sohnes beeindruckend zum Leben, ohne sich Klischees oder Konventionen hinzugeben. Angetrieben von einer einmal mehr übermenschlichen Performance von Viggo Mortensen, ist dieser hoffnungslose Blick auf eine Welt nach dem Untergang packendes Kino ohne Zugeständnisse.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Packende Verfilmung des Romans von Cormac McCarthy über den Überlebenskampf eines Mannes und seines Sohnes in einer postapokalyptischen Welt.
Ein Vater (Viggo Mortensen) und sein kleiner Sohn (Kodi Smit-McPhee) zählen zu den wenigen Überlebenden einer apokalyptischen Katastrophe, die die Welt zu einer sturmgeplagten Eishölle gemacht hat. Mit einer Waffe und zwei Kugeln im Hosenbund schlagen sich die beiden gen Süden durch, immer auf der Hut vor menschenfressenden Gangstertrupps auf der einen und dem Hungertod auf der anderen Seite. Trotz der weiten Landschaft, die Vater und Sohn durchqueren, ist die Geschichte beinahe kammerspielartig inszeniert. Die Kamera bleibt dicht an den hoffnungslosen Gesichtern der Protagonisten. Das ist beklemmend, unheimlich und deprimierend - nicht, weil die Welt aussieht wie eine einzige Müllhalde und die Menschen wie Zombies, sondern weil ein Vater daran zugrunde geht, seinen Sohn einen Funken Moral zu lehren. (mh)Extras: Audiokommentar, Making-of, Trailerauch als Blu-ray
Kurzbeschreibung
Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Alles was geblieben ist, sind vage Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Die Welt, durch die ein Mann und sein Sohn streifen, gleicht einer apokalyptischen Mondlandschaft: Grau, mit Asche bedeckt, zerstörte Straßen, verbrannte Bäume, verlassene Häuser, hungernde, verzweifelte Menschen. Kannibalismus und Gewalt herrschen überall. Der einzige ständige Begleiter der beiden ist die Angst. In Richtung Süden, entlang des Ozeans, scheint ein besseres Leben möglich zu sein. Diese Hoffnung erhält Vater und Sohn den letzten Rest Lebensmut.
Sich allen Gefahren widersetzend, erreichen Sie das Meer, doch die Kräftereserven des Vaters scheinen nun endgültig zu Ende zu gehen...