Es ist gerade mal ein Jahr her, dass die wunderbaren Puppini-Sisters die Welt mit ihrem Debüt-Album '"Betcha Bottom Dollar'", das humorvoll groovend der Swing-Ära huldigte, 'puppinierten'. Mit dem jetzt vorliegenden Nachfolger (Ruby Woo ist übrigens ein beliebter, extravaganter, sehr roter Lippenstift) hat sich das Trio einiges vorgenommen: 'unseren eigenen unverwechselbaren Sound kreieren', 'mehr individuelle Einflüsse', 'eigene Songs' 'reifer und kompletter' ' die üblichen Aussagen nach einem erfolgreichen Debüt. Und wie so oft klappt das nicht so richtig. '"The Rise And Fall Of Ruby Woo'" begeistert nicht wirklich. Es swingt auch leider nicht mehr so stark. Manche Songs haben für meinen Geschmack zu viel Country-Einfluss und ein paar Lieder triefen unerträglich vor Kitsch. Naja, und die Eigenkompositionen sind unauffällig bis nett. Okay, das ist jetzt aber auch Heulen auf höherem Niveau, denn klar, gibt es auch auf dieser Platte wieder einige Songs, die richtig Spaß machen. So z.B. der Bangles-Hit "'Walk Like An Egyptian"', Beyonce's '"Crazy In Love"' und "'It Don't Mean A Thing..."', wobei man bei dem schon unzählige Male gecoverten Klassiker von Duke Ellington auch nicht viel falsch machen kann.