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The Rip Tide

Beirut Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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The Rip Tide + The Flying Club Cup + Gulag Orkestar
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Produktinformation

  • Audio CD (26. August 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Pompeii (Indigo)
  • ASIN: B005AIQJG6
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.535 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. A Candle's Fire 3:19EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  2. Santa Fe 4:14EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  3. East Harlem 3:58EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  4. Goshen 3:20EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  5. Payne's Bay 3:48EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  6. The Rip Tide 4:26EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  7. Vagabond 3:19EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  8. The Peacock 2:26EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  9. Port of Call 4:21EUR 0,99  Kaufen 


Produktbeschreibungen

motor.de

The Rip Tide kündigt eine neue Generation Beirut'scher Kompositionen an. Mit bekannter Instrumentation überdenkt Zach Condon Theatralik und schenkt Melodien mehr Raum. Als Songwriter ist Zach Condon das, was man als musikalischen Souvenirsammler bezeichnen könnte. Mit siebzehn entflüchtete der kreative Kopf Beiruts der beengten Heimat in Santa Fe und brach auf nach Europa. Im Balkan entdeckte er seine Faszination für folkloristische Komponisten und die Blasmusik der Sinti und Roma. Sein 2006er Debüt "Gulag Orkestar" verschob ebenjene Einflüsse, in Form von aufbegehrender Bläserchor-Hymnen, Lieder und Märschen, auf eine Indie-Rock-taugliche Ebene. Ein Jahr später fanden sich auf "The Flying Cup Club" zusätzlich deutliche Spuren einer weiteren Liebschaft: dem französischen Chanson. Unter dem Synonym The Realpeople experimentierte der Multiiinstrumentalist außerdem mit elektronischen Einfällen. "The Rip Tide" zeigt Beirut in einer neuen Ära angekommen, in der nichts verloren gegangen ist, dafür vieles zusammengewachsen. Die Erinnerung an den Balkan erscheint weniger dominant, stattdessen verinnerlicht und eingebettet in ein poppigeres Fundament. Heimliche elektronische Anklänge ergänzen zudem die wie üblich breitgefächerte, unkonventionelle Instrumentation, worin sich ganz dezent ein weiterer Condonscher Ideenkosmos mit einklinkt. Beirut - "Santa Fe" Allen neun Stücken wohnt eine neue Einfachheit inne. Das Songwriting ist in seiner Zurückgenommenheit schlicht genial. Wo auf früheren Alben schallende Dichte und pompöses Durcheinander standen, sind die Begleitungen auf "The Rip Tide" häufig reduziert. Feinsinnige Vielschichtigkeit ersetzt an so mancher Stelle die bekannte Theatralik: Obschon kontrapunktisch aufs Höchste verwunden, hat jede einzelne Melodie so genug Raum, um im vollem Umfang ihrer Schönheit, zum Tragen zu kommen. Insgesamt erscheint das Album luftiger und vor allem ungemein humorvoll. Dabei ergründet es inhaltlich nicht die einfachsten Themen. So spiegelt sich zum Beispiel in "Santa Fe" die Suche nach der eigenen Identität wider, die den jungen Künstler Condon schon das ein oder andere Mal aus der Bahn warf. Benannt nach seinem Zuhause in New Mexico bringt der zerissene, kryptische Text Fragen nach Herkunft und Wurzeln auf: "Sign Me Up, Santa Fe / And Call Your Son". Jedoch äußert sich diese Sehnsucht nicht in klingendem Wehmut. Stattdessen fliegen die mitunter eingängigsten Wendungen auf einer stakkatoartig puckernden Synthie-Fläche dahin und schaffen ein Gefühl von Einverständnis, von Leichtigkeit. Das verspielt-orchestrale "Payne's Bay" glänzt nicht nur durch einen barocken Tanz im Zwischenspiel, auch das Ende lässt schmunzeln: Musikalisch scherzend endet das Stück nach sukszessiver Steigerung unvermittelt mit einem einzigen, so deutlichen wie falschen Tuba-Ton. Beirut - "East Harlem" Auch scheint der titelgleiche Track "The Rip Tide" mit verschwimmenden Grenzen zwischen akustischen und synthetischen Strukturen zu spielen. Nahtlose Streicherteppiche, rhythmisch eingeteilt von irrwitzig pointierten Pizzicati, verleihen ihm eine gänzlich ungewohnte Textur. Überhaupt trägt nur noch das Akkordeon gelegentlich deutlicheren LoFi-Charme, an vielen anderen Stellen ist die rumpelige Spielweise früherer Schlafzimmerentwürfe einer professionellen Präzision gewichen. Anderes ist hingegen geblieben, wie man es kennt: In "Port Of Call" findet sich jener altbewährte Schunkelrhythmus, der traditionellen osteuropäischen Tänzen entliehen ist. Auch die Akustikgitarre hier klingt ganz genau, wie man sie von Beirut kennt. "Goshen" paart eine klassische, chansonesque Klavierballade mit typischen Marschrythmen. Wachstum jenseits von leerem Aufbauschen, Weiterentwicklung ohne sich selbst zu verlieren, das sind große Leistungen in der schnelllebigen Musikwelt. Auch wer mehr Pop wagt und dabei an Tiefe gewinnt, darf sich selbst einmal kräftig auf die Schulter klopfen. Es scheint, als hätte Condon endlich einen Weg gefunden, all seine musikalische Inspiration in einem einzigen Ganzen zu verwirklichen. Ohne Frage gehört er schon seit Jahren zu den besten folkloristisch orientierten Songwritern dieser Zeit. Mit "The Rip Tide" hat er sich einmal mehr ein Zertifikat dessen verliehen und das womöglich bislang beste Beirut-Album geschaffen.

Produktbeschreibungen

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Album 10. September 2011
Von Jan
Format:Audio CD
Zach Condon ist einfach ein Genie. Je öfter man seine Werke hört, desto besser gefallen sie einem. Bei diesem Album ist das genauso. Ich finde, dass die Lieder etwas geradliniger geworden sind, ohne ihre typische Verspieltheit und Individualität verloren zu haben. Klingt komisch, aber man merkt, dass die Band professioneller wird und das
Werk "klarer" wirkt. Das bedeutet nicht, dass sie ihren besonderen Stil verändert hat.
Es ist das erste Album, auf dem mir wirklich alle Lieder gut gefallen. Am besten finde ich "A Candle's Fire", "Vagabond" und "The Rip Tide". Auch das Artwork des Albums gefällt mir sehr gut, das Gesamtkunstwerk "Beirut" passt einfach!
Ein Kauf lohnt sich daher in jedem Fall. Das einzige Manko ist, dass das Album nur 9 Lieder hat und damit sehr schnell durchgehört ist.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beirut goes Pop 12. September 2011
Von JS
Format:Audio CD
Schon bei der letzten Doppel-Ep von Beirut deutete sich der Weg an, den Zach Condon fortan einschlägt: solider Pop.

Daran ist erstmal nichts auszusetzen. Das Album ist als Popalbum gelungen, der Song "Goshen" etwa ist eine herzzerreissene Ballade, "Vagabond" ruft sogar leise Erinnerungen an frühere Beirut Alben wach...

Beirut aber ereilt dasselbe Schicksal, dem auch andere Musikgrößen vie dEUS oder PJ Harvey meines Erachtens zum Opfer fielen. Die frühere Genialität und progressive Sprengkraft ihrer Alben verläuft sich in einer einwandfreien - ich betone: einwandfreien! - Durchschnittlichkeit.

Die "Aha-Momente", an denen man sich auch noch beim 30sten mal Anhören von Beiruts "Gulag Orkestar" erfreuen kann, sind auf THE RIP TIDE verloren gegangen. Man hört sich das Album 1 oder 2 Wochen intensiv an, findet es schön, dann aber dient es eher als Hintergrundmusik für einen Küchenabend mit Freunden.

Fazit: Ein wirklich gutes Album; alle Beirut-Fans aber, denen gerade die balkanesk-abgefahrenen Elemente der früheren Beirut Alben gefielen, werden bei THE RIP TIDE unweigerlich eine gewisse Traurigkeit ob der verlorenen Genialität Zach Condons empfinden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Reisemusik grosse Klasse 29. September 2011
Von lancelot
Format:Audio CD
Die Songs selber pendeln zwischen Fröhlichkeit, Fernweh, lässiger Reisestimmung und Gänsehaut an den gefühlvollen Stellen.
Das Album wirkt aus einem Guss, ist schön instrumentiert und hat überraschend kurze, gefühlvoll abgemischte Songs.
Der Sound der Stimmen (besonders Bläser und Gesang) ist ausgewogen und transparent gehalten, originelle Schlagzeugpartikel.
Ich hab die CD im Urlaub vielfach gehört, und die Nummern nützen sich nicht ab. Wer mit Assoziationen etwas anfangen kann:
ein bissel Element of Crime in manchen Bläserpassagen, die Gesangsstimme mit einem Hauch von Antony (der von den Johnsons).
In Summe eine gute Platte, die ich wahrscheinlich in meheren Jahren noch gerne höre!
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