Bin aus Versehen in den Film reingezappt, der gesten im freeTV unter dem Titel "The Restless - Der Schattenkrieger" lief. Normalerweise schaue ich mir weder Fantasy- noch Schwertkampf-Filme an und verabscheue reine Horror- und Gewaltfilme. Was mich zunächst davon abgehalten hat weiterzuzappen waren die schönen Bilder, die Ästhetik des Films und die wunderbar kreative und perfekte Umsetzung. Meisterhaft, faszinierend. Und dann: Es geht nicht nur um die großen Gefühle und um Gut und Böse, sondern der Film hat - ähnlich wie "Matrix" - einen existenzphilosophischen Hintergrund, der bisher von keinem Rezensenten erwähnt wurde. Die spirituellen Fragen nach dem richtigen Weg, nach der Ursache für Leid und Frieden, nach dem "rechten Handeln" und nach der der Erde umgebenden Astralwelt, die wir mit unserem Bewusstsein nach dem Tode erst erschaffen (was kein Märchen ist), werden durchaus ernstzunehmend und mit Bezug auf unsere Realität gezeigt. Dialoge und Szenen sind - oberflächlich gesehen - manchmal etwas zu zuckersüß geraten - aber sei's drum, schließlich geht es um den einzigen Weg für "richtiges" Handeln: Zu tun, was immer die Liebe sagt - selbst dann, wenn dies zunächst lächerlich wirkt. Die Liebe macht den Unterschied - ob nun in diesem wunderbar umgesetzten Fantasy-Märchen oder im realen Leben. Wer "Star-Wars", "Matrix" und "Hero" mag, der ist auch mit diesem Film gut bedient.