Das eindeutig Positive an diesem Buch ist die Offenheit von Alex Ross für jegliche Entwicklungen der Musik im zwanzigsten Jahrhundert. Ohne einem für Wandlungen und Entwicklung blinden Dogmatismus zu folgen vermag er mit diesem Buch die Neugier des Lesers zu wecken, einen Zugang zur (klassischen) Musik dieses Jahrhunderts zu finden. Als Überblick und für einen Leser mit wenigen Vorkenntnissen in musikwissenschaftlicher Theorie und der Geschichte des 20. Jahrhunderts ist dieses Werk sehr gut geeignet. Ich jedenfalls habe durch die Lektüre Lust bekommen, mir auch mal bisher "links liegen" gelassene Werke oder Komponisten anzuhören. Das einzige (kleine) Manko ist vielleicht, dass gegen Ende einiges nur noch sehr grob umrissen und mehr "abgearbeitet" als analysiert wird. Der Gesamteindruck ist aber auf jeden Fall überzeugend!
Und wer sich das englische Original nicht zutraut, im September 2009 erscheint die deutsche Übersetzung.