Der Film aus dem Jahr 2000 von Simon Aeby entfernt sich weit von der gleichnamigen Vorlage Gottfried Kellers (1861), ohne allerdings dessen pädagogische Intention, allzu chauvinistischen Stammtisch-Machos den Zahn zu ziehen, zu verraten. Dabei ist die Verfilmung kurzweiliger und witziger als die Textvorlage, die Ironie wird gelegentlich zu unverhohlenem Spott. Das ist meines Erachtens, wenn man die eitlen Dorf-Honoratioren des vorletzten Jahrhunderts aus heutigem Blickwinkel betrachtet, nachvollziehbar und legitim.
Wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass die beiden Hauptdarsteller Fabien Rohrer und Kisha sich zum ersten Mal auf filmisches Terrain gewagt haben, muss man zugeben, dass das Ergebnis beachtlich ist.
Untertitelung gibt's leider nicht auf Deutsch, aber immerhin auf Englisch und Französisch. Wer - wie ich - kein Vollprofi im Schweizerdeutschen ist, wird ohne das kaum auskommen...