Nach "House on Haunted Hill", "Ghostship" und "Gothika" kommt nun "The Reaping" aus der Dark Castle-Produktion! Grusel- und Horrorfilme der alten Sorte mit neuester Technik zu produzieren, hatten sich die Macher hinter der Produktionsfirma verschrieben. Alle Filme haben einen gewissen Trashfaktor, und dennoch macht es einfach Laune sie zu gucken.
Allerdings bin ich bei "The Reaping" eher geteilter Meinung. Mal ganz davon abgesehen, das die Oscarpreisträgerin Hillary Swank hier nicht gerade mit ihrem schauspielerischem Talent glänzt und auch sonst alle Figuren dem Klischeereißbrett entfallen sind, so hat diese neue Gruselmär doch zu viele Längen aufzuweisen und versucht sich mit einem überraschenden Ende, welches eigentlich so überraschend gar nicht ist.
Hillary Swank spielt eine Theologien, die nach einem traumatischen Erlebnis ihren Glauben zu Gott verliert und nun hinter jedem Wunder eine wissenschaftliche Erklärung sucht und findet. Bis sie in eine amerikanische Kleinstadt gerufen wird, wo allem Anschein nach, nach einem Mord an einem Kind, welches die 12jährige Schwester des Opfers begangen haben soll, die 10 biblischen Plagen auftreten. Ein blutgetränkter Fluß, verfaulte und mit Ungeziefer überzogene Fleischwaren, sterbende Kühe und und und...
Auch wenn die Idee eigentlich ganz nett gemeint ist, so ist doch aber ihr Auftreten doch etwas langweilig. Hier und da gibt es einige Schockmomente, auch hätte der Film mit seinem kaum vorhandenen Gewaltfaktor schon ab 12 Jahren durchgehen können, den CGI-Effekten sieht man ganz deutlich ihre künstliche Herkunft an, und auch ist der Spannungsfaktor nicht gerade sehr hoch. Und trotzdem bleibt man vor dem Fernseher sitzen, weil man wissen will, wie die Geschichte ihr Ende findet und ob der Film nicht vielleicht doch besser werden könnte.
Den Film kann man sich ruhigen Gewissens anschauen ohne mit einem flauen Gefühl ins Bett zu gehen, allerdings hat er bei mir keinen nachhaltig bleibenden Eindruck hinterlassen wie einige seiner Genrekollegen.