Taj Mahal ist sowohl ein Musikhistoriker als auch ein Mann des puren, ursprünglichen Blues. Seine Synthese von Folk-Blues mit verschiedenen Elementen aus Reggae, Country und Zydeco hat seine Musik unverwechselbar gemacht. Er begann als aufmerksamer Zuhörer von Legenden wie Muddy Waters und John Lee Hooker, brachte sich die Beherrschung von Gitarre, Blues-Harp und Dobro bei und gründete Mitte der 60er Jahre The Rising Sons mit Ry Cooder und Kevin Kelley (später Drummer der Byrds). 1969 hatte er seinen wohl größten Erfolg mit dem Album „Giant Step", u.a. mit dem genialen Gitarristen Jesse Ed Davis. Mit dem Live-Album „The Real Thing" (1971) erweiterte er die Arrangements seines „Folk World Blues" genannten Musikstils mit vier (!) Tuba-Spielern, die es vierstimmig unglaublich krachen lassen. Aufgelockert von ruhigen und swingenden Folkblues-Songs wie „Fishin' Blues", werden bombastische Bearbeitungen wie „Diving Duck Blues" (Sleepy John Estes) und Eigenkompositionen wie „You Ain't No Street Walker Mama, Honey But I Do Love The Way You Strut Your Stuff" (Rap lässt grüßen) dargeboten. Einer der Höhepunkte: das fast 10minütige Instrumental „Ain't Gwine To Whistle Dixie (Any Mo`).