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3,0 von 5 Sternen
The Purge - Die Säuberung
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103 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2014
...sind ja gerade schwer im Trend. Weil sie uns einen Spiegel vorhalten und interessante Fragen aufwerfen. Das tut auch das Szenario in "The Purge". Lässt sich mit Gewalt überhaupt irgendwann Schluss machen oder ist sie zu tief im Menschen drin? Was würde man tun, wenn alle Regeln außer Kraft gesetzt wären? Wie weit würde man in einer Extremsituation gehen?

Das wirkt aber nur richtig, wenn einem das Zukunftsszenario auch einigermaßen nachvollziehbar verkauft wird. Wird es hier leider nicht. Irgendwelche ominösen "neuen Gründerväter" (über die man weiter nichts erfährt) haben den Säuberungstag eingeführt, an dem 12 Stunden lang alle Gesetze außer Kraft sind --> alle können mal so richtig die Sau rauslassen --> Amerika überwindet alle wirtschaftlichen und sozialen Probleme. Also für mich fehlt da mehr als nur ein Glied in der logischen Kette!

Soziale Ungleichheit zB wird durch dieses System auf die Spitze getrieben. Für "Arme" (und das sind in dem Fall alle, die sich keine Festung mit supermodernem Sicherheitssystem leisten können) geht es plötzlich nicht mehr "nur" um bessere Bildung oder Teilhabe, sondern ums nackte Überleben.
Was ist eigentlich mit Leuten, die für wenig Geld wichtige Arbeiten verrichten? Wie funktioniert eine Gesellschaft, in der diese Menschen einmal jährlich zum Abschuss freigegeben sind? Oder verdienen in gerade mal acht Jahren alle Straßenreiniger, Erzieher und Altenpfleger Millionensummen?
Und wie darf ich mir das Leben zwischen zwei Purge-Tagen vorstellen? Zwischenmenschliche Probleme werden nicht gelöst, sondern Hass und Rachsucht für den Purge-Tag "gespart". Jedes Wort und jede Geste könnte fürs Gegenüber zum Mordmotiv werden - und man wird es erst erfahren, wenn's zu spät ist.
Vielleicht trifft man auf der Arbeit täglich den Mörder des besten Freundes und hat keine Möglichkeit, ihn legal zu belangen. Vielleicht muss man einen Kredit für die Therapiestunden der 5jährigen Tochter aufnehmen, die diese braucht, weil sie in der Purge-Nacht stundenlang vergewaltigt wurde, während der Täter fröhlich aus dem Nachbargarten winkt und offiziell gar nichts falsch gemacht hat.
Wie unter solchen Voraussetzungen Stabilität und sozialer Frieden entstehen soll, kann ich mir nicht erklären und der Film konnte das auch nicht.

Mittlere Spoiler!!!

Dazu kommt auch noch die wahrscheinlich größte Horrorfilm-Todsünde: Doofe Protagonisten. So ziemlich alles passiert in diesem Film nur, weil irgendjemand sich strunzdumm angestellt hat.
Klar, wenn ich sämtliche technischen & finanziellen Mittel habe, um mich auf eine Nacht ohne Gesetze vorzubereiten, dann installiere ich ein halbseidenes Sicherheitssystem, bei dem man von außen den Strom abschalten & mit einem ganz normalen Auto die Mauern durchbrechen kann.
Klar, ich versuche die Nacht zu nutzen, um den Vater meiner Freundin zu erschießen, weil der gegen die Beziehung ist. Dass ich sowas für sie tue, findet sie bestimmt besonders romantisch.
Klar, ich richte mein eh schon lückenhaftes Sicherheitssystem so ein, dass es nur mit einem vierstelligen Code augenblicklich außer Kraft gesetzt werden kann, den ich auch noch an meinen Sohn weitergebe. Kann ja sein, dass er schnell jemand reinlassen will.
Klar, wir trennen uns so weit wie möglich auf, denn wenn man auf einen blutrünstigen Gegner trifft, ist ein Kämpfer ja besser als zwei oder drei.
Klar, wenn wir als Purger in ein Haus eindringen, hüpfen wir unbekümmert und ohne Deckung durch die Räume. Kann ja, gerade in dieser Nacht, wohl nicht sein, dass die Bewohner ihrerseits bewaffnet sind.

Immerhin: Spannung ist vorhanden. Der Storyaufbau ist gut und auch wenn die Schocker- und Gruselmomente lang bekannt und sehr klischeehaft sind (Dunkelheit, Jumpscares, undeutliche Gestalt im Hintergrund etc.), wurden sie doch immerhin gut eingesetzt. Der Film vermag durchaus über die Zeit zu fesseln und ist auch gut gespielt. Schade nur, dass das große Potenzial des Szenarios nicht ausgeschöpft wurde. Dann hätte es für weit mehr als einen weiteren 08/15-Grusler gereicht.

Für mich deshalb 3/5.
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86 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2014
Einer der unbefriedigsten dummen Filme, die ich jemals gesehen hab... Nicht nur dass die Idee dieser "Säuberung" so unglaubwürdig und berechtigungslos durchgepeitscht wird, dass man gar keinen Bock mehr darauf hat, die Sache zu hinterfragen - nein es werden gleichzeitig auch noch sämtliche Klischees bedient, die man in 90 Minuten in einem "Horror"-Film quetschen kann!
Angefangen vom
- billigen "Kühlschranktür-Schocker" über das
- obligatorische "Am Besten wir trennen uns" bis hin zum
- "Garstige Maskenfratze springt in Großaufnahme mit nem Arsch voll Bass direkt vor die Kamera und nervt den Zuschauer"

Ok ok ok - Angenommen diese "Säuberungsnacht", in der alle noch so schlimmen Morde für 12 Stunden legalisiert werden, würde dem Publikum auf eine zumindest entfernt glaubwürdige Art und Weise verklickert werden, anstatt nur ständig auf irgendwelche ominösen "Gründungsväter" hinzuweisen, die in einem Anflug von geistiger Umnachtung die USA gerettet haben, indem sie einmal im Jahr ein feucht-fröhliches Schlachten einläuten...
... ja DANN könnte man zumindest nachvollziehen, dass in dieser Nacht tatsächlich jede Menge Irre durch die Nachbarschaft streunen. In dem Fall dürfte man aber auch annehmen, dass allen voran die jeweiligen Charaktere IN diesem verrückten Film so viel Grips haben müssten, sich nicht einfach entspannt aufs Sofa zu flacken, Däumchen zu drehen und auf den Sonnenaufgang zu warten!
NEIN - Jeder halbwegs normale Mensch (der nicht grade auf Säuberungstour ist) würde verdammt nochmal mit 'ner dicken AK im Anschlag die ganze Nacht hinter der Haustür auf der Lauer liegen und seinem Sohn gehörig nach konservativer Art aufs Maul schlagen, sollte der auch nur daran DENKEN, irgendwelche Sicherheitssysteme abzuschalten! Oder noch besser: Er würde sich und seine gesamte Familie in einen bekackten Panic-Room stopfen und das Lachgas aufdrehen!

Und falls man nun nicht zu den Weicheiern gehören würde, die sich während der Säuberung in ihren gemütlichen Häusern verkriechen, dann würde man sicher nicht strunzdumm im Kinder-Huckepack durch dunkle Hausflure tollen, nur um sich im Esszimmer wegschroten zu lassen - eure verschissenen Masken machen euch ja offensichtlich nicht nur halbblind, sondern auch kein bisschen kugelsicher!

UND AUF KEINEN FALL - ich sags nochmal: AUF GAR ÜBERHAUPT KEINEN FALL würde ich meinen Nachbarn in der Nacht auch nur einen Mikrometer über den Weg trauen - weil mein Hund scheißt täglich auf deren Grünstreifen und verdammt - allein schon wegen dem Grillgestank jeden zweiten Sonntag hätten die allesamt ne Kugel verdient! Bonzenpack!!! AARRGH!

PS: Könnte sein dass hier Spoiler enthalten waren - hätte also nicht von Spoilermemmen gelesen werden dürfen! (Die nächste Purge-Nacht kommt bestimmt)
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34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2014
Mir hat der Film sehr gut gefallen!
Klar, man hätte die Story rund um diesen Purge Day noch viel mehr ausbauen könnnen.
Hintergründe erklären usw., dennoch gebe ich dem Film volle Punktzahl, denn hier wird mit relativ einfachen Mitteln Spannung erzeugt und eine geniale Idee filmisch solide umgesetzt.
Was wäre, wenn es diesen Purge Day wirklich geben würde?
Nicht auszudenken....

Ich bin fest davon überzeugt, dass, wenn wir Menschen absolut keine Regeln hätten, wir uns sofort und ohne Rücksicht auf Verluste, zerfleischen würden.
Sehr Euch doch nur mal auch auf unseren Strassen um.
Neid und Missgunst wohin man schaut.
...und dabei spielt es absolut keine Rolle, wie hart ein Mensch in seinem Leben geschuftet hat.
Wenn es eine Chance gibt, wird ihm das (wie auch immer) streitig gemacht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. April 2015
Im Grunde ist die Idee nicht schlecht, mal was originelles.

Jedoch hätte man mit dieser Idee einiges mehr raus holen können wie ich finde. Wie (fast) jeder Horrorfilm hat auch dieser seine Logiklöcher. Beispielsweise tun die Protagonisten so, als wäre das Haus so groß wie ein Messegelände oder ähnliches, denn schreie, Schüsse oder sonstige laute Geräuschquellen hört man anscheint nicht. Ja natürlich, das Haus ist groß, aber trotzdem würde man Geräuschquellen wie Schüsse hören. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass im Film nur diese eine Familie gezeigt wird und wie sie versuchen, gegen die Eindringlinge durchzukommen. Im Klartext heißt das: Personen sind im Haus und kämpfen gegen unbekannte Personen von außerhalb - also etwas was wirklich in jedem Horrorfilm gezeigt wird. Und genau da wurde viel Potential verschenkt, man hätte auch besser die Straßen zeigen können, andere Geschehnisse in der Nacht, wie sich die Leute schützen, wie andere Menschen auf der Straße kämpfen und so weiter... aber nur durch diese Hausszenen sieht der Film wie jeder andere Horrorfilm aus, was wirklich schade ist. Einen wirklich markanten Wiedererkennungswert hat der Film leider nicht, außer dass die Taten durch das Gesetz möglich sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2015
So gut ich die Idee finde, so schlecht fand ich die Umsetzung!
Das ganze Szenario wir völlig unzureichend dargestellt. Die Figuren sind wie der ganze Film: auf den ersten Blick interessant aber aufgrund schwacher Umsetzung und Entwicklung schlicht langweilig. Der moralische Hintergrund der Geschichte wird nicht annähernd ausreichend beleuchtet, sodass auch die erhofte Anregung zum nachdenken und diskutieren völlig ausbleibt. Im Prinzip wird kein Aspekt des Films, so gut sein Start auch ist, zu einem befreidigenden Abschluss geführt.
Und um den ganzen die Krone aufzusetzen ist der Film eine Anhäufung von Klischees und (was ich bei Filmen am schlimmsten finde) extrem vorhersehbar!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2015
Nicht richtig gut, aber auch nicht richtig schlecht. Auch etwas umheimlich. Der Gedanke an so etwas macht Angst. . .
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am 22. Juli 2015
The Purge übt kaum verhohlen Kritik an der amerikanischen Waffengesetzgebung: Da wird für philosophische Überlegungen von Gründervätern Mord in Kauf genommen ... und für die Profite der Waffenindustrie. Ja, so absurd die Idee von The Purge erscheint, so ist sie doch nur die auf einen halben Tag verdichtete Gewaltorgie, die in Wirklichkeit ein ganzes Jahr in Anspruch nimmt. Aber wie man es auch sieht, die amerikanische Waffenpolitik und Ideologie der Angst führt zu einem Massaker an Abertausenden, jedes Jahr. Im Film bleibt dies, auf 12h verdichtet, straffrei. In der Realität, wo es auf ein Jahr verteilt ist, leider oft auch. Man bestraft ja auch gerne mal die Falschen, Hauptsache irgendjemanden.

Der Film fängt auch schön die Konflikte ein, die hier gewaltsam ausbrechen: Die Gefahr ist eigentlich nicht der unbekannte Fremde, sondern sie lauert zuerst und zuletzt im Familien- und Bekanntenkreis; auch das wird der Blick in die Kriminalitätsstatistik bestätigen. Leidenschaft, Neid und Hass, ja sogar der Klassenkampf der Reichen gegen die Armen, all das wird thematisiert, genauso wie die falsche Sicherheit der "heilen" Vorstadtwelt. Und er persifliert die Idee, man könne Probleme durch Gewalt lösen - eine Idee, die sich leider durch die amerikanische Außen- und Innenpolitik zieht.

Aber, der Film macht den gleichen Fehler, wie die ihrer selbst geschaffenen Regierung misstrauenden Gründerväter, die Angst vor einer Tyrannei bei Entwaffnung der Milizen hatten: Er nimmt an, dass die meisten Menschen eigentlich Bestien sind, die nur durch Gesetzte im Zaum gehalten werden. Klar gibt es Soziopathen, denen jedes Mitleid fehlt, und die sich nur durch die drohenden Konsequenzen an Regeln gebunden fühlen. Aber die allergrößte Mehrheit der Menschen sind soziale Wesen, denen die Meinung ihrer Gruppe wichtig ist. Einige wenige haben sogar Prinzipien. Wichtig ist aber: nicht die Gesetzte formen das Verhalten der Gesellschaft, sondern die Meinungen der Gesellschaft, der Brauch und die Gefühle formen die Gesetze, die letztlich nur kodifizieren, was die Gesellschaft für Verhaltensnormen hat. Und viele dieser Normen würden auch ohne Gesetze gelten und sogar durchgesetzt werden. Der Säuberungsmord würde dann eben durch gesellschaftliche Ausgrenzung bestraft, wenn er ungerechtfertigt war, und das sind doch wohl die allermeisten Morde.
Die Verherrlichung des Säuberungsmords, wie sie der Film zeigt, wäre zwar unvereinbar mit dem Christentum in USA, aber man ist versucht, sie als im Zuge einer totalitären Umwälzung der Gesellschaft entstanden hinzunehmen. (Man stellt die Blumen vor die Tür, um öffentlich zu zeigen dass man dafür ist, auch wenn man es privat vielleicht gar nicht gut findet - das ist ein Anzeichen eines totalitären Systems, genauso wie die Propaganda in Fernsehen und Radio.)
Soziologisch betrachtet ist das aber Blödsinn: Klar kann man das Töten gesellschaftlich für Gut erklären - Völkermord funktioniert so. Aber nur, wenn es eine klar abgegrenzte Gruppe betrifft. Der junge Mann an der Tür etwa beruft sich auf dieses altbekannte Muster. Todesstrafe für Mörder, Tutsi in Ruanda, Juden im dritten Reich (und Kommunisten, Schwule, Behinderte etc), Boniaken in Srebreniza, Dohnenangriffe auf Terrorverdächtige, IS-Massaker an "Ungläubigen" - die Liste ließe sich lange fortsetzen. Was sie alle gemein haben, ist, dass die Opfer von den Tätern abgegrenzt werden, und zwar nicht situativ, sondern systematisch ("die" haben X getan/ "die" sind schlecht). Aber das Töten von Seinesgleichen, das in der Säuberung ebenfalls sanktioniert ist, das würde niemals gesellschaftlich akzeptiert. Und würde es akzeptiert, würde die Angst eine solche Gesellschaft zerfressen und zerstören, denn Jeder könnte der nächste sein. Es gäbe kein "entweder die oder wir", sondern nur "entweder ich oder ihr" - keine Gesellschaft würde das überstehen, auch nicht für nur 12h jedes Jahr.

Leichte Spoiler:
Leider strotzt das Drehbuch auch sonst nur so vor Logiklücken und opfert dem Vorantreiben des Plots des öfteren den gesunden Menschenverstand, sei es in der Ausgestaltung des Sicherheitssystems (z.B: Normalerweise werden besonders zu schützende Objekte mit Mauern oder mindestens speziellen Zäunen und Pollern geschützt, sonst hätte schon längst jemand eine Autobombe in den ein oder anderen Regierungssitz gefahren.) oder ganz besonders in seiner Anwendung: Monitore mit zwölf Kameras, die sogar am Notstrom hängen? Klar schau ich da die halbe Nacht nicht drauf... (Da hätten es dann auch Attrappen getan). Und der Feind meines Feindes ist... mein Gefangener natürlich! Besonders, wenn er Erkennungsmarken trägt, die ihn als Veteran ausweisen, der also mit Waffen, von denen ich genug habe, umzugehen wüsste...
Ganz zu Schweigen von dem Plan "Ein Gespräch unter Männern" - Wie hatte er sich denn die Reaktion vorgestellt, dass er hoffte, damit das zu kriegen, was er wollte und nicht das genaue Gegenteil? Selbst ein Soziopath hätte genug Menschenkenntnis, um zu verstehen, dass das nicht funktionieren kann.
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am 3. Juli 2015
Ich habe "The Purge" nunmehr drei Mal angesehen und bin vom Wahrheitscharakter genauso abgeschreckt, wie ich immer wieder versuche,
solche Szenarien für meine Umwelt als eine Lehr anzusehen. Denn das ist sie - alles, was dort beschrieben wird, zeigt das auf, was in unserer
Gesellschaft passiert. Von klassenloser Gewaltbereitschaft und Verantwortungslosigkeit bis hin zu dem beliebten "Darüberhinwegsehen" und
froh sein, dass das einem nicht selbst wiederfährt.
Ebenso ist filmisch excellent und angsteinflössend die immerwährende KÜNSTLICHE Freundlichkeit dargestellt - nach außen lächeln, nach
innen NEID und Mißgunst schüren und den Teufel auf den Hals wünschen. Auch das zieht sich durch sämtliche Gesellschaftsklassen.
Besonders markant bis süffisant empfinde ich, dass endlich mal wieder jemand sich daran heranwagt, den amerikanischen Grundgedanken
als das darzustellen was er ist - nach außen Freiheit, nach innen Oberflächlichkeit. Wer Personen kennt, die dort leben oder sich länger
aufgehalten haben, wird das bestätigen (die erzählen nicht ständig von Ihren Krankheiten - übersetzt "weil es übrigens auch niemanden
interessiert).
Und die Menschlichkeit ist ganz klar zu erkennen - aber für diejenigen, die den Film madig machen wollen - leider ebenso realistisch und
mit allen Makeln der Mitmenschen, wie es wirklich ist - eben nicht schnulzig!
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32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. November 2013
Ich hatte mich eigentlich sehr auf diesen Film gefreut, da die Grundidee einfach sehr faszinierend ist. Der Film hätte allerdings auch vollkommen ohne diese Säuberung funktioniert. Im Prinzip geht es nur darum, dass eine Gruppe wohlhabender Menschen einen obdachlosen töten möchte, der Zuflucht im Haus einer Familie sucht. Darin verliert sich die Handlung bis zum Ende und die tolle Idee mit der Nacht, in der alle Verbrechen legal sind, driftet völlig in den Hintergrund. Menschen morden nun mal auch, wenn es nicht straffrei ist... auf die Nacht an sich und alle dem, was während dieser Nacht überall in den USA passiert, geht der Film kaum ein. Dabei hat gerade DAS den Reiz für mich ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich diesen Film sehen wollte.

Ich bin wirklich sehr enttäuscht, aus dieser Idee hätte man soooo viel mehr machen können!
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Oktober 2013
Einmal im Jahr ist in Amerika jedes Verbrechen erlaubt. Dafür hat die Regierung den sogenannten PURGE DAY eingeführt. Innerhalb von 12 Stunden ist jedes Verbrechen absolut straffrei ohne das die Polizei eingreift und auch Krankenhäuser bleiben geschlossen. Das hat zu einem enormen Abbau der Kriminalität geführt. James Sandine ist glühender Verehrer dieses Tages. denn als Spezialist für Sicherheitssysteme hat er kurz zuvor Hochkonjunktur, da sich natürlich in diesen 12 Stunden insbesondere die reichen Bürger verbarrikadieren. Auch sein Haus ist scheinbar sicher. Doch dann lässt sein Sohn aus Mitleid einen um Hilfe bettelnden Bürger ins Haus herein. Das hätte er mal lieber sein lassen sollen, denn bald taucht schon ein ganze Bande von Irren auf, die die Herausgabe des Mannes fordern. Und dafür ist denen jedes Mittel recht.

Als ich den Film das erste Mal gesehen hatte, war ich zunächst leicht enttäuscht, denn aus der wirklich interessanten Geschichte hätte man mehr Informationen präsentieren müssen. Die Umstände wie es zu diesem Tag kam, werden nur angeschnitten und der Film reduziert dich dann doch sehr auf einen Hausterrorfilm.

Nun aber das große ABER. Das macht er extrem gut. Man hat als Oberirren einen wirklich fantastischen Schauspieler ausgegraben und die Szenen in dem Haus sind sauspannend inszeniert. Dazu kommt noch ein herrlich grimmiges Ende mit einer Wende, die man wahrlich nicht voraussehen konnte.

Wenn man mit der Prämisse an den Film herangeht, einen wirklich spannenden und teils klaustrophobischen Streifen geliefert zu bekommen liegt man hier vollkommen richtig. Wenn man nach der Story einen anderen Streifen erwartet, wird man enttäuscht sein.

Ethan Hawke, der seit er seine Rollen nicht mehr nach Gage, sondern nach Drehbüchern aussucht, liefert nun dieses Jahr nach SINISTER schon den zweiten richtig guten Film ab, der gerade mal läppische 3,5 Millionen Dollar kostete, aber keineswegs billig aussieht und das Budget um ein Vielfaches wieder einspielte. (videotie.de)
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