Okay-geographisch gesehen ist es für uns Deutsche ja eher der Osten.
Aber das staubige Outback steht jeder Western-Szenerie der letzten Jahre in nichts nach.
Die authentisch geschaffene Atmosphäre durch heruntergekommene Häuser, fettige Frisuren, dreckige Kleidung, und jeder Menge anderer Staub & Schmutz bringen dem Zuschauer das wahre Leben im "Wilden Westen" nah, wie es selten zuvor ein Genre-Film vermochte.
Der Film beginnt mit einer Action-Szene, die so rasant und bleihaltig ist, dass man als Betrachter leicht die Orientierung verliert.
Ist das erstmal überstanden beginnt die eigentliche Stärke von "The Proposition":Nämlich ein perfekte Mischung aus Ruhe & Brutalität, die einen komplett in den Bann zieht.
Zur Story:Die Brüder Charlie und Mike werden nach einer Schiesserei festgenommen.Charlie bekommt das Angebot Mike zu retten, indem er mithilft, den dritten Bruder-Arthur-eine Falle zu stellen.
Er macht sich auf den Weg und der innere Konflikt ist vorprogrammiert...
Ausgezeichnet dargestellt wird Charlie von Guy Pearce, der es (wie schon in Memento) schafft, seine Rolle absolut glaubwürdig zu verkörpern.
Aber auch zahlreiche andere Darsteller (z.B. Emily Watson als Frau des Captains) überzeugen.
Zur Filmmusik muss man nicht viel sagen: Stimmungsvoll beschreibt es am Besten.
Mein persönliches Highlight war das Aufeinandertreffen von Charlie und dem Kopfgeldjäger.Geniale Dialoge, die gekonnt die Spannung zum Siedepunkt bringen.
Mein Fazit:Der beste Western seit "Erbarmungslos" ist ein dramaturgisches Fest für jeden Fan des Genres.