Vassilis Tsabropoulos gehört zu den begnadeten Menschen, die nicht nur ein Instrument spielen können, sondern die beim Spielen mit dem Klavier zu verschmelzen scheinen. Bereits im Alter von 10 Jahren gewann der Grieche einen UNESCO Klavierwettbewerb. Später studierte er in Athen, Paris, Salzburg und New York. Früher hat er vor allem Klassik interpretiert, wandte sich dann dem Jazz zu und wird heute gerne als Jazzmusiker bezeichnet. Zusammen mit der Cellistin Anja Lechner wagte er sich dann über den eigenen musikalischen jazzigen Tellerrand hinaus. Zusammen spielten die beiden das Album »Chants, Hymns and Dances« ein, indem Musikkompositionen des spirituellen Lehrers Gurdieff sensibel interpretiert und gespielt werden. Ähnlich wie Chants...." inspiriert Tsabropoulos den Zuhörer auch bei The Promise", sich vollkommen auf sein Soloalbum einzulassen. Dabei kann einem akustisch und emotional das passieren, was auf dem Cover der CD visuell dargestellt ist: Ein Lichtstrahl durchbricht die Finsternis und erhellt nur schemenhaft eine Landschaft, von der man vorher nicht wusste, dass sie existiert. Die Musik von Tsabropoulos wirkt an manchen Stellen spärlich, an manchen Stelle schon fast minimalistisch. Dadurch wird aber besonders die Fülle und Einmaligkeit eines einzelnen Akorde transportiert und auch die Schönheit der Pausen zwischen den Arkorden. Tsabropoulos macht deutlich, dass weniger manchmal mehr ist und bereits ein kleiner musikalischer Lichtstrahl einen zutiefst berühren kann.