Der Autor schreibt für Forbes und berichtet für CNN und CBS. Zunächst hatte ich den Eindruck, dieses Buch nutze wie viele andere nur den Namen von Steve Jobs, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch es steckt mehr dahinter.
Auch wenn Carmine Gallo nichts mit Steve Jobs persönlich zu tun hatte, hat er doch als Zuschauer die Merkmale seiner Präsentationen präzise analysiert. In zahlreichen Beispielen macht er deutlich, dass Steve Jobs
- Zahlen anschaulich gemacht hat, mit Grafiken oder Vergleichen
- nicht länger als zehn Minuten gesprochen hat, ohne Abwechslung durch Filme oder andere Gesprächspartner
- immer Blickkontakt gehalten hat und seine Notizen nie im Weg waren
- nur wenig Worte auf den Folien stehen hatte, niemals Texte abgelesen hat
- nie Bullet Points auf Folien genutzt hat
- dank gründlicher Vorbereitung auch mit Unterbrechungen und Pannen gut klarkam
Vor allem zeigt das Buch, dass Steve Jobs nicht als Marketinggenie auf die Welt kam, sondern seine Fähigkeiten mühsam erarbeitet hat. Die wichtigste Lehre lautet daher üben, üben, üben. Auch Steve Jobs selbst hat für eine einstündige Präsentation mehrere Tage (!) am Stück geübt. Die vermeintliche Leichtigkeit war also harte Arbeit.
Wer Präsentationen hält, sollte dieses Buch lesen; die Zuhörer werden dankbar sein.