Auch wenn es nirgends ersichtlich ist, stand bei diesem Film eindeutig Nikolai Gogol's "Der Wij" Pate. Hat man besagte Geschichte gelesen, ist man - wie so häufig - vom Film enttäuscht, da die literarische Vorlage viel mehr an phantastischem Inhalt bietet und dementsprechend "opulenter" umgesetzt werden hätte können. Der Film glänzt jedoch nicht nur durch Abwesenheit des Wij und seiner Dämonenschar, sondern auch durch eine exzellente Kameraführung (z. T. extreme Weitwinkeleinstellungen, und auch die Panik des armen Philosophiestudenten - im Film ein falscher Priester - wird gut, fast schon zu gut, vermittelt...
Auf das mehr als abgedroschene Motiv "Bekehrung eines Atheisten zum Christen" hätte man besser verzichtet, umso mehr, als sie in der Vorlage nicht vorkommt. Aber um gewisse Trivialitäten scheint man nicht herumzukommen...
Fazit: Phantasieloses Drehbuch, aber aufgrund des Drehorts, einer alten verlassenen Kirche, der seltsamen Stimmung, die den ganzen Film über herrscht, und der kunstvollen Kameraführung dennoch empfehlenswert.