Am interessantesten waren für mich die Monoaufnahmen aus den fünfziger Jahren von Titeln wie Louisa, Catalania, Patricia etc., die viel spritziger und intensiver als in den späteren Stereo-LP-Aufnahmen klingen. Der fehlende Raumklang läßt sich leicht verschmerzen. Daneben sind die Titel aus dem Album "Hold me", darunter das berühmte "So what's new" (unvergessen als Peter-Stuyvesant-Melodie der späten Sechziger), für alle, die bei Taragon nicht zum Zuge kamen, besonders reizvoll. Die beiden Chor-Arrangements von "Only a fool" und "Lonely is the name" sind sicher auch für den erfahrenen Kaempfert-Fan eine interessante Entdeckung. Der künstlerische Weg Kaempferts von Mitte der fünfziger Jahre bis zu den frühen Siebzigern läßt sich mit diesem Album sehr gut verfolgen.