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"Never Change A Winning Team" dachte sich wohl Regisseur Robert Zemeckis (Who Framed Roger Rabbit?), als er das Team zusammenstellte für diese 170 Millionen-Dollar-Produktion, die auf die Zukunft des Filmemachens einstimmt (es wurde mit realen Schauspielern gearbeitet, die via Computer verfremdet worden sind, um so maximalen Realismus in Mimik und Bewegung zu erzielen). Abgesehen von Tom Hanks als Hauptdarsteller, engagierte Zemeckis für den Score einmal mehr den gebürtigen New Yorker Alan Silvestri. Mit dem Hobby-Rancher/-Winzer und -Pilot hat er inzwischen elfmal zusammengearbeitet - unter anderem bei den erfolgreichen Forrest Gump, Cast Away oder Back Into The Future Part I-III. Silvestri, dessen Markenzeichen sowohl stilistische Vielseitigkeit als auch ein perfektes Rhythmusgefühl sowie ein gutes Händchen für markante, eingängige Themen-Musik sind, zeichnete bei seinem 86.Score seit 1972 des weiteren als Co-Komponist sämtlicher aktueller Titel verantwortlich, die neben den sechs Oldies auf diesen Sampler gekoppelt worden sind. Dazu gehören auch die beiden Stücke, die Tom Hanks interpretiert. Der wandlungsfähige Schauspieler verfährt dort vernünftigerweise nach dem Motto "Schuster bleibt bei deinen Leisten" und beschränkt sich auf's Sprechen. Steven Tyler indes überrascht bei "When Christmas Comes To Town" ohne seine Aerosmith-Gefährten und zudem vor allem im swingenden Sound-Umfeld! Der mega-erfolgreiche Newcomer Josh Groban (zehn Millionen verkaufte Tonträger weltweit!) bewältigt die schwierige Gratwanderung zwischen Klassik-Pop und Kitsch während eines neuen Midtempo-Tracks mit Bravour. Bleiben noch Klassiker wie "Santa Claus Is Coming To Town" (Frank Sinatra), das unverzichtbare "White Christmas" (Bing Crosby) oder "Winter Wonderland" (The Andrew Sisters). Nicht zu vergessen: der Score selbst! Er kommt allerdings nicht ohne Orchester, Chor, Bläser-Sektion und die für amerikanische Weihnachtslieder unverzichtbaren Schellen sowie Glöckchen aus! Dergleichen ist für europäische Ohren natürlich Geschmackssache, passt allerdings zu dem Weihnachtsmärchen, das nach Motiven des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Chris Van Allsburg inszeniert worden ist.
Da erfreulicherweise der Swing in dieser vierzehnteiligen Song-Mischung die Überhand hat, vermitteln die 46 Minuten 14 Sekunden keinesfalls nur klischeehafte Weihnachten-vom-Reißbrett-Idylle, sondern sind eine kurzweilige, unterhaltsame und mitunter auch nostalgisch-charmante Angelegenheit!Thomas Hammerl
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