Mehr bräuchte man zu Robert Altman eigentlich nicht schreiben. Nicht, dass alle seine Filme ( alle, die ich kenne) wirklich überragend gewesen wären. Aber welcher Regisseur könnte das schon von seinen Filmen behaupten, aber Altman hat immer wieder Filme gedreht, die umwerfend gut waren, teilweise konnte man den sehr bösen Blick schätzen, teilweise die Lust an filmischer Perfektion.
Auf die lange ungeschnittene Eingangssequenz wurde ja bereits verwiesen. Ein Regisseur will zeigen,dass es geht... und es geht. Er liefert ein Gegenmodell zu den Sekundensequenzen, die aus der Werbung kommend ins Filmgeschäft eingezogen sind und stellt sich in die Tradition grosser Filmschaffender, die sich Zeit für Situationen, Menschen, deren Gesichter nahmen.
Aber auch die Eleganz der Geschichte, das Verschachteln der Geschichten ist eine Vorliebe von Robert Altman. In short cuts perfekt gelungen und -in kleinerem Stil- auch in The Player.
Altman hat gerne in seinen Filmen bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse mit scharfem ,bösen Auge angesehen, hier ist es Hollywood selbst."Alle zusammen malen ein herrlich gemeines Bild der Szene in Hollywood, wo man alles dafür tut, um nach oben zu kommen, und dann möglichst gar nichts mehr tut, um nicht wieder runter zu müssen. Wo künstlerische Ansprüche durch geschäftliche Denkweisen korrumpiert werden. Und wo die Top-Angestellten in einem eigenen kleinen Kosmos leben, in dem es einzig darum geht, besser auszusehen als die direkten Konkurrenten, und Filme nichts mehr sind als ein Mittel zum Zweck. "
Es ist ein Paradoxon, dass Altman mit einem Film, der das ganze Geschäft so geisselt, wieder ins Geschäft kam.
Wer Freude an grossartig komponiertem Kino hat, ist mit diesem Film bestens bedient.