Piazollas Musik ist durchkomponiert bis ins letzte Detail, soweit ich weiß. Piazolla selbst spielt sie aber so lebendig, daß es mir nicht auffällt, daß sie wie spontan entstanden wirkt: Man spürt seine Verbundenheit mit dem Jazz.
Im krassen Gegensatz dazu hörte und spürte ich die Präzision dieser klassisch orientierten Einspielung von der ersten Note an, geplant, konstruiert und vorgeführt wie mit dem CAD/CAM-System. Was mich zunächst faszinierte und begeisterte, aber schon beim ersten Hören in gepflegte Langeweile mündete. Handwerklich sicher herausragend, aber die künstlerische Leistung bleibt für mich dabei auf der Strecke. Schade, denn die Idee war einen Versuch wert.