Man muß kein Filmkenner sein, um bei den Eckwerten dieses Streifens skeptisch zu werden: Deutsch/spanisch/englische Koproduktion die in Südafrika spielt, ein Regiseur, der weder im Internet noch in einschlägigen Filmlexika zu finden ist (Pseudonym?), ein Allerweltstitel und eine dünne bis nicht vorhandene Publicity (wurde dieser Film je im Kino gezeigt?). Immerhin Hopper und Lambert spielen mit... Leider bestätigten sich dann beim Konsumieren des Filmes die bösen Ahnungen und die durch sonst doch recht solide auftretende Schauspieler genährte Hoffnung zerrann bei vortschreitendem Filmmeter zu Langeweile, ja sogar Ärger. Lambert wirkt als Auftragskiller/Kronzeugebeschützer brav wie ein Ärmelschoner, immerhin einer mit Vergangenheit. Hopper mimt den Big-Daddy mit Frust unterm Toupet. Die Story scheint aus unter dem Schneidetisch einer B-Produktion zusammengefegten Schnipseln zu bestehen und enthält eine nicht unbedingt nachvollziehbare dramaturgische Wende vom Kapstadtdschungel zum Homeland etwa in der Mitte des Filmes. Wenn Hopper dann die vor Hilflosigkeit strotzenden schwarzen Bewohner seines Refugium-Kaffs in die Höhlen ihrer eigenen Umgebung führt, um sie vor den Fängen des durch den Film geisternden mythischen Killerbosses, der es eigentlich auf ihn abgesehenh hat, zu retten, stob mir dann doch der Dampf aus den Ohren. Eine derartige postkoloniale Wurschtelei hatten weder die schwarzen Statisten noch Easy Rider Hopper verdient. Den zweiten Stern für die passablen Landschaftsaufnahmen verspielt der Film durch das hanebüchen konstruierte Ende. Zum allerletzten Schluß gab es dann doch noch etwas zu lachen: Um den Abspann auf Großproduktionsniveau aufzupumpen wurde von der Putzfrau bis zum Brötchenschmierer alles aufgelistet, was auch nur in die Nähe dieses Filmes geraten war.