vorweg muss man schon mal sagen, dass "direct to disc" zwar bei einer plattenschneidemaschine "funzt", nicht aber bei cd. natürlich kann man auch hier einen mixer oder sonstige soundbremsen aussen vor lassen, aber ein speichermedium, aus dem heraus der analog/digital converter gefüttert wird, ist eine technische voraussetzung für eine cd-produktion.
auch die soundqualität erscheint mir nicht völlig berauschend. ist keineswegs schlecht, kratzt auch am audiophilen bereich, habe aber ein paar klavieraufnahmen, die ich besser finde.
zu hancocks spiel wäre zu sagen, dass er - jedenfalls für mich - keine "stimme" hat, will sagen, man hört ein paar töne und kann sagen: das ist glenn gould, das ist friedrich gulda, das ist brendel.
ihm fehlt die perlende leichtigkeit eines chick corea oder die geniale "langsamkeit" eines keith jarret. nichtsdestrotz sind die hier ausgewählten stücke durchaus eigenwillig interpretiert. es ist auch einfach interessant, wie ein ehemaliger mitstreiter von miles davis, einer der in jazzrockgefilden gewildert hat (rockit usw.), an diese standards herangeht.
und dann seht euch mal den preis an - das ist nichts für den gegenwert dieser scheibe. mit einer einmaligen entrichtung dieses obulus' könnt ihr euch sooft ihr wollt von ol'herbie verwöhnen lassen, zum dinner, zum rotwein bei kerzenlicht, als hintergrundmusik......
eigentlich ein muss!