Ein kanadischer Film, der die Ruhe im Sturm der Familie, die Liebe und den Hass in einer Darstellung aufzeigt, wie sie wohl nie zuvor gesehen wurde. Die Rollen sind vertauscht: Theo, der eigentlich sich schwuler gibt und zwischen Drogen und Rehabilitation in seiner Welt lebt und Ryan, der eher wie ein zurückgezogener konservativer Familienvater aussieht und schwul ist und AIDS hat. Das sich Kennenlernen der so unterschiedlichen Charaktere, die sich beiden für schlechter als den anderen halten, sich hassen und doch lieben wurde ohne Schnörkel und Pomp eingefangen. Die Aufarbeitung der Beziehung der beiden ungleichen Brüder und das Auffangen und Halten bevor Ryan stirbt berührt selten. Die Musik ist teilweise sehr gut, teilweise aber trotzig ungelungen. Nicht einfach einfach zum schauen, aber sicher nicht zum wegschauen. AIDS ist zwar heute nicht mehr in diesem Masse ein Thema, aber es ist immer noch eine Krankheit, die mit dem Tod endet.