Eines vorweg: "The Perfect Element I" ist natürlich nicht die Neuerfindung des Prog-Metals.
ABER, POS ist es mit diesem Album gelungen, ein völlig eigenständiges und "klonfreies" Album zu veröffentlichen. POS scheren sich einen Dre.. um die Konkurrenz aus dem Prog-Metal-Lager und haben sich so ihr ganz persönliches Bandsiegel geschaffen.
Zum Musikalischen: "TPE I" ist in 3 Abschnitte aufgeteilt. Jeder Abschnitt beinhaltet 4 Songs. Diese Aufteilung macht es dem Hörer einfach, sich strukurell durch das Album zu bewegen.
Das Ganze beginnt mit "Used", einem harten Kracher, der, wie aus heiterem Himmel, von einem zuckersüßen Mainstream-Refrain durchschnitten wird. Das wirkt dermaßen originell, daß bereits hier der Daumen nach oben geht.
Bei "In The Flesh" zeigen POS, daß sie auch die Königsdisziplin des Prog-Rocks beherrschen, überlange Songs (8:36 Min.).
Weiter geht es mit "Ashes", einem Song, der die Herkunft dieser Band aufzeigt. Leichte Verbindungen zum Doom sind erkennbar.
Mit "Morning On Earth" werden erstmals leisere Töne angeschlagen..........sehr schön.
Weiter mit Abschnitt 2: Hier treten besonders "Idioglossia" und "King Of Loss" hervor. Insbesondere "King Of Loss" baut einen unglaublichen Spannungsbogen auf, der nicht zuletzt durch die einzigartige Stimme Daniel Gildenlöws entladen wird.......geil! "Her Voices" beginnt etwas schleppend, geht dann allerdings in einen wahnsinnigen Instrumentalpart über. "Dedication" fügt sich nahtlos in das Konzept dieses Albums ein.
Abschnitt 3: Mit "Reconciliation" beginnt dieser dritte Teil.....und macht natürlich Appetit auf ein großes Ende. Dieses Ende beginnt mit "Song For The Innocent" und "Falling" sehr atmosphärisch. Ganz leise Kritik: Für meinen Geschmack zeigen POS mit "Falling" ein bischen zu deutlich, daß sie das ein oder andere Album von Pink Floyd in ihrer Sammlung haben dürften. Schade, wäre nicht nötig gewesen.
Mit "The Perfect Element" gibt es am Ende den längsten Song (10:10 Min.) Hier reißen POS noch einmal den Vorhang für die ganz große Bühne auf, um mit einem fulminanten Abschluß das Album zu beenden. *Applaus*
Fazit: Bei POS greift das alte Fußballersprichwort: "Die Mannschaft (Band) ist der Star"!
Ein wunderschönes Konzeptalbum, nahezu frei von irgendwelchen Band-Parallelen.