Nach dem Debüt "London 0 Hull 4" von 1986 veröffentlichten die Musiker der englischen Band The Housemartins im Jahre 1987 mit "The People Who Grinned Themselves To Death" ihr zweites Album; und obwohl die typischen Merkmale des Vorgängers noch erhalten geblieben sind, konnte eine deutliche musikalische Weiterentwicklung der Band ausgemacht werden. Die von außen betrachtet größte Veränderung ist der Austausch des Drummers Hugh Whittaker gegen Dave Hemingway; interessant ist auch, daß dieser zusammen mit Paul Heaton jetzt bei The Beautiful South als Sänger tätig ist. Und dadurch ergab sich auch eine deutliche musikalische Änderung, denn die anderen Musiker werde öfter ins Singen einbezogen. Insgesamt ist das Album etwas ruhiger, es fehlen aber nicht die typischen kurzen, knappen und prägnanten Knaller wie "I Can't Put My Finger On It" oder "Me And The Farmer". Aber auf dem ruhigen Sektor hat sich sehr viel getan, ob es sich jetzt um die von Paul Heaton mit akkustischer Guitarre vorgetragenen Anti-Apartheids-Ballade "Johannesburg" oder um das geniale, von Pete Wingfield kompetent mit dem Keyboard begleitete, "Build" handelt, die musikalischen Möglichkeiten der Housemartins scheinen riesig. Da die Texte weiterhin kritisch und oft beißend ironisch sind, ist "The People Who Grinned Themselves To Death" ein rundum gelungenes Hörvergnügen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)